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Hohenlockstedter Schule ausgezeichnet : Schüler setzen auf Nachhaltigkeit

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Die Hohenlockstedter Wilhelm-Käber-Schule ist als Klimawald-Schule ausgezeichnet. Zur Widmungsfeier kamen zahlreiche Gäste.

shz.de von
erstellt am 07.Okt.2017 | 11:49 Uhr

Die Wilhelm-Käber-Schule ist die zweite Klimawald-Schule in Schleswig-Holstein. Im Beisein zahlreicher Gäste ist gestern im Rahmen einer Widmungsfeier die Urkunde übergeben worden. Gleichzeitig wurde auf dem Schulgelände eine Linde gepflanzt.

Zudem sorgten Schüler an ihren Ständen mit Getränken und von den Eltern zubereiteten Fingerfood für Verpflegung. „Das Besondere daran ist, dass wir bei dem reichhaltigen Angebot ausschließlich auf Nachhaltigkeit geachtet haben“, sagte der Schulleiter Jörn Gasterstedt. Die Schüler boten Getränke in Glasflaschen und Porzellanbecher an, die Schnittchen und Häppchen wurden auf Platten serviert. Auf Plastik und Folien wurde verzichtet. „Die Kronkorken der Flaschen sowie die Holzspieße gehen direkt zurück an den Upcycling-Stand, wo Schüler nachhaltige Gebrauchsutensilien anfertigen“, betonte Gasterstedt. Aber nicht nur Äußerlichkeiten zeichneten die neue Klimawald-Schule aus. Es gebe bereits zahlreiche Projekte an der Schule, die die Klimafreundlichkeit unter Beweis stellten. Das konnten auch Fynn, Janina und Julian bestätigen. Die drei Schüler gehören dem Verbraucherbildungskurs an, der ganz auf Nachhaltigkeit setzt. „Unter anderem lernen wir dort, wie man sich gesund ernährt oder wie Speisen zubereitet werden“, sagte die 16-jährige Janina. Darüber hinaus gibt es an der WKS die Nawi-Klassen (Naturwissenschaft), die sich um das schuleigene Biotop kümmern sowie das Wahlpflichtfach „Unsere grüne Zukunft“. „Diese Schüler steigen im Sommer gemeinsam mit Mitgliedern vom Robustrinderverein Vera in die Rantzau, um Wasserproben zu nehmen und zu untersuchen“, zeigte Gasterstedt weitere Beispiele auf. Er betonte, dass die Auflistung der Aktivitäten rund um den Umweltschutz für die Schule jedoch nicht bedeute, nun die Hände in den Schoß zu legen. „Ganz im Gegenteil – Klimaschule zu sein bedeutet eine besondere Verantwortung dafür zu tragen, dass unser Fußabdruck kleiner wird.“ Die Auszeichnung bedeute auch ein ständiges „Auf dem Weg sein“ zu noch mehr Klimaschutz. Und diesen Weg, so versprach der WKS-Chef, wolle die Schule auch weiter gemeinsam mit einer sehr aktiven und umweltbewussten Schülerschaft, einem hoch engagierten Kollegium, einer stets zur Unterstützung bereiten Elternschaft, außerschulischen Partnern und der Stiftung Klimawald mit ihren „Bufdis“ gehen.

Während der Widmungsfeier wies Alf Jark von der Klimawald-Stiftung zugleich auf den Startschuss für die Umsetzung des landesweiten Projektes „Klimawald-Schule“ hin. Das Konzept sei ein Angebot an Schulen und Lehrer, lehrplankonform eine Erweiterung gängiger Schulinhalte und Konzepte um die Komponenten des Klimaschutzes und des Waldes vorzunehmen und den Unterricht dadurch zu bereichern. „In einem Medienlabor unter www.klimawald-schule.de finden Schulen Anregungen, Projektideen und Sammlungen“, so Jark. Die kompletten und in der nächsten Zeit immer weiter wachsenden Inhalte des Labors stünden Lehrern ab sofort kostenfrei zu Verfügung. Dank richtete er an die Ministerin für Bildung, Wissenschaft und Kultur, Karin Prien, die gemeinsam mit dem Präsidenten des Sparkassen- und Giroverbandes, Reinhard Boll, die Schirmherrschaft übernommen habe. „Die Sparkassen haben die wesentlichen Finanzmittel zur Verfügung gestellt, um das Projekt Wirklichkeit werden zu lassen.“

In Hinblick auf das Pflanzen einer Linde auf dem Schulgelände nach dem Festakt betonte Staatssekretärin Dorit Stenke, dass eine Linde der Vorgänger von Facebook und Co sei. „Meist finden sich Linden auf einem Dorfplatz, unter ihnen kamen die Menschen ins Gespräch, teilten Neuigkeiten und verbreiteten sie weiter.“

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