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Zeitung in der Schule : Schüler-Reporter auf Entdeckungstour

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Riechen, schmecken, tasten: Die vierte Klasse der Lägerdorfer Liliencronschule nahm im Rahmen des Zisch-Projekts einen Itzehoer Supermarkt ganz genau unter die Lupe.

shz.de von
erstellt am 08.Jan.2014 | 05:15 Uhr

Am 27. November besuchten wir, die vierte Klasse der Liliencronschule Lägerdorf, im Rahmen von ZiSch den Edeka-Markt Frauen am Rotenbrook in Itzehoe. Dort wurden wir von Birthe Wulf, Fachberaterin für Ernährung und Vertrieb, herzlich begrüßt. Sie wurde unterstützt von vier weiteren Mitarbeiter/innen: Heidi Siemßen (Ernährungsservice am Rotenbrook), Christin Hahn (Ernährungsservice Edeka, Koogstraße/Brunsbüttel), Martin Noack (Ernährungsberater, Brunsbüttel) sowie Waldemar Stroh, dem stellvertretenden Marktleiter von Frauen im Rotenbrook.

Zuerst versammelten wir uns um einen Tisch, der in der Zeitschriftenecke aufgebaut und mit Tellern, Bechern sowie Schüsseln voller Obst und Gemüse gedeckt war. Dort wurde uns erst noch einmal die Ernährungspyramide gezeigt. Obst und Gemüse soll man möglichst oft, am besten fünf Mal am Tag essen. Von den Süßigkeiten, die oben in der kleinen Spitze abgebildet sind, darf man nur ein bisschen naschen. Anschließend wurde erklärt, wie der Sinnesparcours ablaufen sollte. Es gab drei Stationen (Riechen, Schmecken, Tasten) und einen Rundgang. In vier Gruppen durchliefen wir alle den Parcours.

Riechen: In kleinen Metalldosen, von Watte abgedeckt, befanden sich verschiedene Lebensmittel und Gewürze. Mit geschlossenen Augen sollten wir daran riechen und herausfinden, um was es sich bei dem Duft handelt. Manche Düfte waren sehr angenehm, aber „manchmal hat es auch streng gerochen“ (Larissa). Besonders „der Gummibärchengeruch war schwer zu erkennen“ (Lea). Heidi Siemßen und Birthe Wulf kannten sich aber gut aus und halfen uns, wenn wir den Geruch nicht erkannten.

Schmecken: In der Obst- und Gemüseabteilung hatte Martin Noack seinen Stand mit Geschmacksproben aufgebaut. Wir schlossen die Augen, er gab uns ein Stück Obst oder Gemüse, auf einen Zahnstocher gespießt, und wir versuchten, es am Geschmack zu erkennen. Niklas „fand die Kakis am besten, weil sie sehr süß und saftig waren“.

Tasten: In der Nähe der Käsetheke befand sich die Taststation. In zwei großen Holzkästen, in denen sonst Brot aufbewahrt wird, lagen verschiedene Obst- und Gemüsesorten, die wir ertasten sollten. Dazu steckten wir die Hände durch zwei Löcher in der Rückwand. Die meisten Sorten waren einfach, wie Kartoffel, Zwiebel oder Zitrone. „Aber es war auch manchmal schwierig“ (Adrian), wie z. B. die Passionsfrucht. Dann half uns Christin Hahn, weil sie von der anderen Seite sehen konnte, was wir in der Hand hielten.

Rundgang: Waldemar Stroh zeigte und erklärte uns viele verschiedene Bereiche des Marktes. Hinter zwei Türen war z. B. das Obst- und Gemüselager, wo über einen Computer die Preise auf den Schildern geändert werden können. Es gab auch ein Lager für all die Lebensmittel, die nicht in die Regale passten. In der Mitte des Marktes befand sich das Marktleiterbüro. Am Tresen der Käserei durften wir dänischen Käse probieren. Weiter ging es zu den Kühlräumen, in denen es minus 18 Grad kalt war! In einem Raum davor kamen die Leergutkästen auf einem Förderband an, und außerdem waren dort auch riesige Mülleimer, wo die vielen gepressten Plastikflaschen lagen. Hier lernten wir, dass man nur wirklich leere Flaschen in den Pfandautomaten geben darf, damit es möglichst nicht riecht.

Zum Schluss versammelten wir uns wieder an dem Tisch und stellten bunte Obst- und Gemüsespieße her. Dazu gab es Brot, Quark und Joghurt. Das war alles sehr lecker und sah auch richtig gut aus!

In den Interviews, geführt unter anderem von Adrian, Finn und Alexa, erfuhren wir noch viele spannende Einzelheiten über den Markt. Die Einkaufsgenossenschaft Edeka gibt es schon seit 150 Jahren, und Lebensmittel bei Frauen in Brunsbüttel immerhin seit 87 Jahren. Edeka Frauen am Rotenbrook existiert erst seit eineinhalb Jahren. Hier gibt es etwa 35 000 Produkte! Alle Lebensmittel werden überprüft, bevor sie verkauft werden. Das Mindesthaltbarkeits¬datum wird jeden Tag kontrolliert. Lebensmittel, die nicht in dieser Zeit verkauft werden, gehen an die Tafel. Jeden Tag kommen etwa 3000 Kunden, und für die Mitarbeiter/innen ist es eines der schönsten Erlebnisse, wenn die Kunden zufrieden sind. Zum Glück ist noch nichts Peinliches passiert. Die Arbeit macht allen Vieren sehr viel Spaß, und auch mit den insgesamt 70 Kolleg/innen verstehen sie sich sehr gut. Es gibt 19 verschiedene Berufe, in denen in ganz Deutschland zurzeit etwa 18 200 junge Menschen ausgebildet werden.

Insgesamt fanden wir alle den Sinnesparcours super und „lehrreich, es hat uns sehr viel Spaß gemacht“ (Lenard). „Am allerbesten waren das Tasten und die Führung“ (Alexa). Aber auch die anderen Stationen und vor allem die Obst- und Gemüsespieße bleiben in guter Erinnerung! Es stellte sich sofort die Frage, wann wir denn noch einmal herkommen könnten. Als Abschiedsgeschenk bekamen wir eine Dose für das Pausenbrot, die extra hoch ist, damit auch ein Apfel hinein passt. Dafür und für die tollen Erfahrungen sagen wir Danke!

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