Reformationstag : Schüler gestalten Gottesdienst

„Gottes Liebe ist umsonst“, verkündet Martin Luther alias Emma Leue (10, rechts) den Kirchenbesuchern Merle Wulfthüter (10), Melisa Acil (10), Karolina Matzen (10), Loris Lätsch (11) und Enrique Koop (12, von links).
„Gottes Liebe ist umsonst“, verkündet Martin Luther alias Emma Leue (10, rechts) den Kirchenbesuchern Merle Wulfthüter (10), Melisa Acil (10), Karolina Matzen (10), Loris Lätsch (11) und Enrique Koop (12, von links).

Zum ersten Mal gestalteten die Schüler der Hohenlockstedter Wilhelm-Käber-Schule einen Gottesdienst auf eigene Faust zum Reformationstag. Im Mittelpunkt der kleinen Andacht stand ein Schauspiel mit Szenen aus dem Leben des Reformators Martin Luther.

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01. November 2013, 05:00 Uhr

Premiere in der Dreifaltigkeitskirche: Zum ersten Mal gestalteten die Schüler der benachbarten Wilhelm-Käber-Schule (WKS) einen Gottesdienst auf eigene Faust zum gestrigen Reformationstag. Dreh- und Angelpunkt der kleinen Andacht war ein Schauspiel mit Szenen aus dem Leben des Reformators Martin Luther. Der Mönch hatte im 16. Jahrhundert gegen Missstände in der katholischen Kirche gekämpft. Seine Kritik und sein Wirken hatten letztlich zur Entstehung der protestantischen Kirchen geführt.

Im Theaterstück übernahmen Emma Leue (11) und Joshua Klaasen (10) abwechselnd die Rolle des Reformators. Er verkündete Bauern, Mönchen, Handwerkern und Kirchenbesuchern: „Gottes Liebe ist umsonst, wir müssen sie nicht kaufen.“ Dabei handelt es sich um eine wesentliche Botschaft Luthers, der unter anderem den Ablasshandel und das Erkaufen der Sündenvergebung kritisiert hatte.

Den Gottesdienst organisiert hatte Lehrerin Nomi Greßmann zusammen mit der Klasse 5d, die sie im Fach Weltkunde unterrichtet. Die neue Musiklehrerin der WKS, Vanessa Kunkel, begleitete die Feierstunde an der Orgel und ließ zur Eröffnung Bachs Präludium in G-Dur erklingen. Später untermalte sie den Gesang der Schüler zu dem Lied „Kommt, sagt es allen weiter.“

Bevor die Fünftklässler zum Schulalltag übergingen, formulierten sie Fürbitten etwa für Kinder dieser Welt, die nicht zur Schule gehen können oder die Not leiden müssen. Das Grundgebet der Christen, das Vaterunser, beschloss die außergewöhnliche Veranstaltung.

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