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Norddeutsche Rundschau

20. Oktober 2017 | 05:53 Uhr

Schüler-Flut an der AVS – KKS leidet

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Fast dreimal so viele Fünftklässler an der Auguste-Viktoria-Schule angemeldet / Klosterhof-Schule wird Kinder ablehnen müssen

von
erstellt am 06.Mär.2015 | 05:00 Uhr

Auguste-Viktoria-Schule: 147. Kaiser-Karl-Schule: 54. Die Anmeldungen der neuen Fünftklässler sind gelaufen – und sie ließen die Schere zwischen den beiden städtischen Gymnasien weit aufgehen. Auch bei den Gemeinschaftsschulen gibt es teils erhebliche Abweichungen von den Prognosen.

92 Neuzugänge waren für die AVS erwartet worden, 95 für die KKS. Beim Sophie-Scholl-Gymnasium waren 100 prognostiziert, 90 Anmeldungen gab es schließlich. Damit habe sich die „Beule“ aus dem vergangenen Jahr stabilisiert, sagte Andreas Arndt, Leiter des Amtes für Bildung, im Bildungsausschuss. Bei AVS und KKS aber wirkte sich das Prinzip der freien Schulwahl voll aus.

„Eine sehr unangenehme Überraschung“, kommentierte KKS-Leiter Hartmut Blank gegenüber unserer Zeitung. Die Prognose habe er für zu hoch gehalten und mit 75 Fünftklässlern gerechnet. „54 sind natürlich ein deutlicher Einbruch.“ Als Gründe sieht er die „Eigendynamik in Grundschulklassen“ und familiäre Bezüge, wenn bereits ein Kind an einer Schule ist. Zudem halte sich offenbar weiter die Ansicht, dass Schullaufbahn und Abitur an der KKS schwerer seien, das habe er auch beim Präsentationstag mehrfach gehört. „Das ist definitiv nicht der Fall“, betonte Blank. „Aber solche Gerüchte sind nicht tot zu kriegen.“ Er kann dem Ergebnis allerdings auch Positives abgewinnen: Manche Stellräder in der Darstellung müssten anders justiert werden. „Wir werden etliche Dinge überdenken, offensiver werden.“ Dabei werde sicher das Jubiläumsjahr 2016 genutzt, wenn die KKS ihren 150. Geburtstag feiert.

AVS-Leiter Norbert Hartung zeigte sich erstaunt über die hohe Zahl der Anmeldungen. Die Schule nehme die Verpflichtung an und werde versuchen, die Erwartungen zu erfüllen. „Räumlich ist das kein Problem“, sagte er. Denn sechs Klassen mit rund 150 Schülern verlassen die AVS. In der Regel werde bei großer Schülerzahl auch das Personal angepasst.

287 Anmeldungen waren die Prognose für die Gymnasien, 291 gab es. Bei den Gemeinschaftsschulen fehlten mit 209 Anmeldungen dagegen 27 gegenüber der Prognose. 69 neue Schüler bekommt die Gemeinschaftsschule am Lehmwohld, 16 davon in der Außenstelle Heiligenstedten. Die Vorhersage lautete 85. Gelitten hat vor allem die Wolfgang-Borchert-Schule mit 54 statt 82 Fünftklässlern. Grund sei wohl der Umbau von der Regional- zur Gemeinschaftsschule, meint Arndt. Schüler aus dem Norden des Kreises hätten sich umorientiert – auch weil die Eltern sonst Beförderungskosten in Höhe von mehreren hundert Euro zu tragen hätten.

Verschiebungen sind noch zu erwarten, denn die Gemeinschaftsschule Klosterhof-Schule ist zu voll. 86 Anmeldungen sind schon elf zu viel, „erfahrungsgemäß kommen noch so zehn hinzu“, sagte Leiter Gerd Freiwald. Für die Ablehnung hat die Schule Kriterien verabschiedet, unter anderem, ob Geschwister schon an der Schule sind oder eine andere Einrichtung näher zum Wohnort des angemeldeten Kindes liegt. Dann kommen der Zweit- oder Drittwunsch zum Tragen.

Insgesamt waren von der Stadt 523 Anmeldungen für den Sekundarbereich erwartet worden. Heraus kamen genau 500.

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