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Gemeinschaftsschule : Schüler fit für Austausch machen

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Die Wilhelm-Käber-Schule verstärkt ab Sommer den Englisch-Unterricht. Künftig sind jährliche Fahrten nach Lapua geplant.

Finnland wird zum Ziel für Hohenlockstedter Schüler. Die Wilhelm-Käber-Schule strebt einen Austausch mit einer Lehreinrichtung in der Partnerkommune Lapua an. Ab 2015 sollen regelmäßig Achtklässler einige Tage im hohen Norden verbringen. „Die Idee gibt es seit Jahren, doch bisher konnten wir die Schüler bei ihren Abschlussfahrten nicht mit Finnland locken“, sagt Schulleiter Heiko Gauert. Südliche Länder seien beliebter.

Deshalb wird es zu Ende der Schulzeit weiterhin die Abschlussfahrten geben, darüber hinaus wird jedoch auch das Austauschprogramm mit Lapua anlaufen. Kontakte zwischen Schülern und Lehrern über Briefe und Emails gibt es seit langem, doch gegenseitige Besuche fanden in den vergangenen Jahren nicht mehr statt. Dass die Finnen großes Interesse am Austausch haben, erfuhr unter anderem die Lehrerin Denise Conradt, die im Herbst zu einer Lehrerdelegation aus Hohenlockstedt gehörte und sich in Lapua über das finnische Schulsystem informierte (wir berichteten).

Um sich in Lapua besser verständigen zu können, „sollen die Schüler fit für den Austausch gemacht werden“, betont Gauert. Dass heißt: Eine siebte Klasse, die so genannte Erweiterungsklasse, wird ab Sommer ein zweites Fach gekommen, in dem Englisch gesprochen wird. „Entweder Geschichte oder Erdkunde.“ Zu dieser Entscheidung der Schule, die von allen Gremien mitgetragen wird, hat nach Aussagen von Gauert auch die Änderung des Schulgesetzes beigetragen. Danach darf es ab Sommer in den Gemeinschaftsschulen keine abschlussbezogenen Klassen mehr geben. Und diese gibt es bisher noch in Hohenlockstedt, die Schüler der Erweiterungsklasse werden gezielt auf den mittleren Bildungsabschluss vorbereitet. Als Ausgleich dafür wollen die Hohenlockstedter deshalb künftig die bilinguale Klasse mit zwei englisch-bezogenen Fächern anbieten.

Neben dieser jetzigen siebten Klasse soll im Sommer darüber hinaus auch eine fünfte Klasse im Englischen gefördert werden. Zwei zusätzlich Stunden sind angedacht. In der siebten Klasse kommt dann das zweite Fach hinzu. „Auch die Klassenlehrerstunden sollen künftig ganz oder anteilig in Englisch gehalten werden, betont die stellvertretende Schulleiterin Andrea Mittelmann. Ausgeweitet werden soll auch der Französisch-Unterricht, ab Klasse sieben auf den Wahlpflichtunterricht 1 und ab Klasse neun auf WPU 2.

„Die Schule erhält quasi ein sprachliches Profil“, so Gauert. Das äußert sich auch in der Abschlussprojektarbeit. Auch diese muss ganz oder teilweise auf Englisch präsentiert werden. „Die Schüler werden damit gut vorbereitet ein Gymnasium besuchen können“, hofft Andrea Mittelmann. Vor allem das Sophie-Scholl-Gymnasium in Itzehoe. Denn die Hohenlockstedter Kooperationsschule habe ebenfalls ein bilinguales System.

 

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erstellt am 23.Jan.2014 | 04:45 Uhr

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