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Jugendwaldspiele : Schüler auf Entdeckungstour im Forst

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

200 Viert- und Fünftklässler testen in der Störkathener Heide ihr Wissen rund um den Lebensraum unterm Blätterdach.

Einen richtigen Wolf ansehen konnten Schüler in der Störkathener Heide. Auf ihrem Platz unter dem Sonnenschirmdach ließ die junge Wolfsdame die Kinder ganz nahe kommen. Im Rahmen der Jugendwaldspiele im Kreis Steinburg übernahm das ausgestopfte Tier als Leihgabe des Wildparks Eekholt die wertvolle Rolle eines Anschauungsexemplars.

Mehr als 200 Viert- und Fünftklässler von Schulen aus Hohenlockstedt, Wrist und Kellinghusen nutzten die Chance zur Bildung in freier Natur. Initiiert worden war die Premiere der Veranstaltung von Gabi Küffner, Kreis-Fachberaterin für Umwelt, Natur und Bildung für nachhaltige Entwicklung, in Zusammenarbeit mit dem Kreisverband der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald.

An ihrem Stand „Klima und Tierwelt“ hielten Hans Stange und Jürgen Juds, Jäger und Naturführer aus dem Kreis Segeberg, neben der Wölfin weitere Beispiele zum Thema parat. Im Gegensatz zum Wolfsfell durfte das robuste Gehörn von Rehbock und Co. auch gerne einmal angefasst werden. Insgesamt fünf Stationen säumten den Rundweg um das Störkathener Heidegebiet. Die Heidschnuckenherde teilte für ein paar Stunden bereitwillig ihr Hausrecht mit den Schülern und schaute aus gebührender Entfernung zu, wie sie klassenweise von Stand zu Stand zogen.

Die Jungen und Mädchen sollten jedoch nicht nur den Fachleuten lauschen. Ihr Schul- oder frisch erlerntes Wissen konnten sie beim Ausfüllen von Fragebögen unter Beweis stellen. Zum Beispiel am Stand von Harald Lindemann (Kreisjagdverband Steinburg), wo es um das große Thema „Moor“ ging. Oder bei Hubertus Nicke (Forstbetriebsgemeinschaft Mittlere Stör), der die unterschiedlichen Böden der Region erläuterte. Ray und Joost (beide 11) und ihre Klassenkameraden aus der Wilhelm-Käber-Gemeinschaftsschule erfuhren von Nicke, dass der Boden in der Heide sandiger Natur ist. „Auf der Geest gibt es viel Lehm und Ton, deshalb auch die Kellinghusener Fayencen“, so Nicke. Natürlich gefiel beim Griff in die Proben-Pötte insbesondere die matschige Tonware.

„Sehr sinnvoll“ fand ihre Lehrerin Aysun Köksel, dem Nachwuchs die Heimatregion auf diese Weise näher zu bringen. Auch die Koppelung mit den Fragebögen beurteilte sie positiv. Die jungen Teilnehmer waren mit viel Spaß und Wissensdurst dabei.

Glücklich über den Verlauf der Veranstaltung zeigte sich der Kreisvorsitzende der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald, Hans Jochen Hasselmann. „Für eine Premiere ist die Veranstaltung sehr gut gelungen und wird bestimmt wiederholt“, sagt er. Überrascht und begeistert über das zum Teil erstaunliche Schülerwissen war die Landesgeschäftsführerin Carola Sagawe-Becker. Auch sie unterstrich eine Fortsetzung der Jugendwaldspiele im kommenden Jahr.

Am „Baum“-Stand von Klaus Rühmann rätselten Connor und Till (beide 10) derweil, wie genau die Feinsteuerung des Nährstoffverteilung im Baum funktioniert. Die Frage nach einer Monokultur am Stand „Waldwirtschaft“ von Hans Graf zu Rantzau ist dagegen schnell beantwortet.

Als Dank für den großen Schüler-Einsatz gab es am Ende Bausätze für Vogelnisthilfen für die einzelnen Klassen. Eine Preisverleihung für die Sieger soll nach Auswertung der Fragebögen in den jeweiligen Schulen erfolgen.



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