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Schrott-Geschäfte auf Heider Bauhof: Staatsanwaltschaft stellt Verfahren ein

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Die Staatsanwaltschaft Itzehoe hat das Verfahren gegen Heides Bürgermeister Ulf Stecher und Mitarbeiter des städtischen Bauhofs wegen Verdachts der Untreue mangels hinreichenden Tatverdachts eingestellt. Das teilte gestern der Leitende Oberstaatsanwalt Uwe Dreeßen mit.

Den Mitarbeitern des Bauhofes war in einer anonymen Anzeige vorgeworfen worden, auf dem Bauhof der Stadt Heide angefallenen Schrott gegen Entgelt veräußert und den Erlös nicht an die Stadt abgeführt, sondern in einer „schwarzen“ Kasse vereinnahmt und für Betriebsausflüge, Weihnachtsfeiern und andere Veranstaltungen verwendet zu haben. Dem Bürgermeister war vorgeworfen worden, davon gewusst und das Vorgehen der Mitarbeiter des Bauhofes geduldet zu haben.

Nach dem Ergebnis der laut Dreeßen umfangreichen Ermittlungen sei aber keinem der Beschuldigten ein konkreter, strafrechtlich relevanter Tatbeitrag zuzuordnen.

Zwar seien im Zeitraum von August 2008 bis Juli 2013 insgesamt rund 47 Tonnen Schrott und Altmetall an verschiedene Entsorgungsbetriebe veräußert worden. Dadurch sei ein Erlös von etwa 12  000 Euro erzielt worden, dessen Verbleib ungeklärt ist. Es sei jedoch nicht auszuschließen, dass bei den Metallsammlungen in relevantem Umfang auch Privateigentum der Bediensteten des Bauhofes angefallen ist, welches zu Gunsten einer gemeinsamen Kasse der Gesamtheit des Kollegiums zur Verfügung gestellt wurde. Danach lässt sich laut Staatsanwaltschaft weder die Zusammensetzung der einzelnen Lieferungen rekonstruieren noch die Höhe eines möglichen Schadens oder der im Einzelfall dafür Verantwortliche hinreichend sicher bestimmen. Dreeßen: „Angesichts der für die Beteiligten streitenden Unschuldsvermutung war das Verfahren daher einzustellen.“

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erstellt am 30.Mär.2015 | 14:35 Uhr

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