Wirtschaft : Schröder plant neuen Baumarkt

Ankündigung: Auf dem Gelände des ehemaligen Baumarktes an der Stadtstraße soll das neue Zentrum entstehen.
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Ankündigung: Auf dem Gelände des ehemaligen Baumarktes an der Stadtstraße soll das neue Zentrum entstehen.

Baustoff-Handelsgruppe aus Itzehoe will 15 bis 20 Arbeitsplätze schaffen / Eröffnung wahrscheinlich im Frühjahr 2016

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29. Juli 2015, 05:00 Uhr

Viel ist in den vergangenen Jahren in der Elbestadt über mögliche Baumärkte an unterschiedlichen Standorten diskutiert worden. Nun wird ein Gedankenspiel ganz konkret: Die Schröder-Bauzentrum-Gruppe will das Gelände des ehemaligen BayWa-Marktes an der Stadtstraße wiederbeleben und dort einen Baumarkt mit Gartencenter und Baustoffhandel eröffnen. Das Projekt könnte Auswirkungen auf die Pläne für das ehemalige Kasernengelände haben.

„Das Grundstück gehört uns bereits seit längerem“, sagt Thomas Burfeind, Vertriebsleiter der Schröder-Gruppe. Sein Unternehmen habe sehr genau überlegt, was an dem Standort sinnvoll sei. „Auf der Grundlage von Potentialanalysen haben wir ein auf Glückstadt zugeschnittenes Konzept entwickelt, was die Größe und das Sortiment des Marktes angeht“, so Burfeind.

Geplant sind ein 1500 Quadratmeter großer Baumarkt und ein Gartencenter mit 1000 Quadratmetern Verkaufsfläche. Hinzu kommen 650 Quadratmeter Verkaufsfläche für Gartenartikel im Außenbereich. „Angeschlossen wird außerdem ein Baustoffhandel, den wir eng an unser Geschäft in Itzehoe anschließen werden“, sagt Burfeind. Mit einem Shuttle-Service sollen auf Bestellung alle Waren aus Itzehoe binnen 24 Stunden auch in Glückstadt verfügbar sein.

Um die neuen Geschäfte zu betreiben, plant die Firma Schröder etwa 15 bis 20 neue Mitarbeiter einzustellen. Wann der Bau beginnt, ist im Moment noch nicht klar. „Wir warten aktuell auf die Baugenehmigung“, sagt Burfeind. Probleme erwarte er keine. „Wenn alles nach unseren Wünschen läuft, werden wir Ende Februar oder Anfang März 2016 Eröffnung feiern.“

Dass die Firma Schröder, die elf weitere Baumärkte in Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern betreibt, abgewartet habe, hängt laut Burfeind auch mit den Plänen für weitere Baumärkte in Glückstadt zusammen. „Wir haben beobachtet, ob Mitbewerber aktiv werden. Da dies nicht der Fall ist, haben wir uns entschlossen zu bauen.“ Zwei Baumärkte gleichzeitig können nach seiner Einschätzung in der Elbestadt nicht wirtschaftlich betrieben werden.

In diesem Punkt ist er sich mit Jens Lange einig. Der Unternehmer ist Eigentümer des ehemaligen Kasernengeländes und plant dort unter anderem ebenfalls einen Baumarkt anzusiedeln (wir berichteten). Ob diese Pläne durch die Entscheidung der Firma Schröder beeinflusst werden, hält Lange auf Nachfrage unserer Zeitung nicht für ausgeschlossen. „Wenn es denn so kommt, ist das natürlich einschneidend“, sagt Lange. Er wolle nun abwarten, ob an der Stadtstraße tatsächlich gebaut werde. „Im Gespräch ist das ja schon sehr lange.“ Zum aktuellen Stand seiner Vorhaben auf dem Kasernengelände wollte sich der Unternehmer nicht äußern. „Es tut sich einiges, aber das ist noch nicht spruchreif.“

Viele Glückstädter Bürger können die Eröffnung eines Baumarktes offenbar gar nicht erwarten. Im sozialen Netzwerk Facebook wurde die Nachricht über das Bauvorhaben der Firma Schröder binnen Stunden von über hundert Nutzern positiv kommentiert.

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