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Norddeutsche Rundschau

22. August 2017 | 02:03 Uhr

Stadt-Projekt : Schritt in neues Jahrtausend

vom
Aus der Redaktion der Wilsterschen Zeitung

Erstes öffentliches Planungtreffen zur Sanierung des Wilstermarsch-Stadions. Bürger-Interesse ist bislang aber nur gering.

Der „Normalbürger“ zeigte kein Interesse. Zur ersten Bürgerbeteiligung an den Planungen für eine Sanierung des Wilstermarsch-Stadions waren am Mittwochabend nur Kommunalpolitiker der Stadt, Seniorenbeiratsvorsitzender Jochen Meiforth und SV-Alemannia-Vorsitzender Hendrik Gertz ins Amt Wilstermarsch gekommen. Die Zusammenkunft diente einer groben ersten Ideensammlung für den Umbau des Stadions, der aus Mitteln des Städtebauförderungsprogramms finanziert werden soll. Es sieht eine Drittel-Finanzierung der geschätzten Investitionssumme von 1,6 Millionen Euro vor. Jeweils ein Drittel kommen vom Bund und vom Land, das letzte Drittel muss die Stadt an Eigenmitteln aufbringen.

Kerstin Langmaack aus dem Büro BCS Stadt und Region Lübeck und Landschaftsarchitekt Dipl. Ing. Arne Siller aus Kiel stellten einen ersten Variantenentwurf für die Sanierung des Stadions vor. Daran anschließen soll sich in einem zweiten Schritt möglichst auch die Sanierung des Sportplatzes Büttel jenseits der Bahn. Langmaack wies darauf hin, dass die Bürgerbeteiligung die Maßnahme immer ergebnisoffen begleiten solle. Sie rief deshalb die Bürger zu einer aktiven Mitgestaltung bei der Planung und Ideenfindung auf. Dazu bestehe die nächste Chance bei einer zweiten Zusammenkunft am 26. November.

Arne Siller nahm die Teilnehmer mit auf einen virtuellen Gang durch das Plangebiet. „Das Stadion aus den 70er Jahren ist etwas in die Jahre gekommen“, gab der Landschaftsarchitekt zu bedenken. Bei jeder Planung setze allerdings die eigentliche Sportanlage mit Spielfeld und Rundlaufbahn klare Fakten und genormte Eckdaten, an denen nicht gerüttelt werden dürfe. Siller beschrieb die geplante Sanierung als „Schritt in ein neues Jahrtausend“, obwohl die jetzige Anlage es nur auf gut 40 Jahre gebracht hat.

Das Spielfeld des WM-Stadions soll mit einem Kunstrasen als Allwetterplatz belegt werden. Der westliche Halbkreis des Ovals soll ebenfalls Kunstrasen erhalten, der östliche Halbkreis als Schulsport- und Freizeitfläche mit Möglichkeiten für Streetball, Basketball und Bolzplatz multifunktional hergerichtet werden. Die 400-Meter-Rundlaufbahn soll als Tartanbahn erneuert werden. Ideen für die weitere Gestaltung sind ein zentraler Treffpunkt mit Spielflächen und -geräten für die Kinder zwischen Umkleideräumen und Sportareal, eine Tribüne auf der Südseite des Spielfelds und eine Kugelstoßanlage in der Nordwestecke des Stadions. Ein Angebot für Jung und Alt könnten ein Trimmbereich mit Fitnessgeräten, eine Kletterwand sowie eine Bouleanlage werden. Im neu zu gestaltenden Haupt-Eingangsbereich zwischen Hallenbad und Gemeinschaftsschule sollen ausreichend Fahrrad-Abstellplätze geschaffen werden.

„Das ganze Sportareal muss mehr belebt werden“, regte Ratsherr Mark Dethlefs an. Er erinnerte daran, dass spätestens bis 2016 das Jugendzentrum in den Schulbereich verlegt sein müsse. Geplant ist dessen Unterbringung im ehemaligen Hausmeisterhaus. Zufrieden mit den Planungen und Ideen für das Wilstermarsch-Stadion äußerste sich Frank Goede aus dem Vorstand der SVA-Fußballer. „Ich kenne keine Anlage, die komprimiert ein so vielfältiges Angebot bietet wie diese hier in Wilster“, lobte er das Miteinander von Hallenbad, Sporthalle und Stadion. Mark Dethlefs setzt auf eine noch engere Verzahnung des Sportplatzes Büttel mit dem Wilstermarsch-Stadion. So konnte der Fitnessbereich vom Stadion bis auf die andere Seite der Bahn fortgesetzt werden. Das Spielfeld in Büttel, so legte Frank Goede dar, sei uneben und wellig und deshalb bald nicht mehr spielfähig. „Die Sportfläche und der Lärmschutzwall sind in einem maroden Zustand“, so Goede. Probleme bereiten sowohl die Entwässerung des Platzes als auch die fehlende Bewässerung bei anhaltender Trockenheit. Die Idee ist, den Lärmschutzwall abzutragen, den benachbarten Spielplatz in den Sportplatz zu integrieren und diesen nach Norden zu öffnen.


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