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Norddeutsche Rundschau

22. Oktober 2017 | 05:44 Uhr

Literatur : Schreiben ohne Grenzen und Regeln

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Die Glückstädterin Johanna Benden präsentiert zweiten Fantasy-Band ihrer „Nebelsphären“- Reihe. Beim Schreiben taucht sie regelmäßig in eine andere Welt ein.

shz.de von
erstellt am 27.Dez.2013 | 12:05 Uhr

„Liebe... Ich habe die Schnauze echt voll davon! Und von den Männern erst recht. Aber ich werde nicht gefragt. Wieso werde ich eigentlich nie gefragt?“ Diese und andere Fragen beschäftigen die Hauptfigur des Fantasy-Romans Nebelsphäre, Victoria Abendrot. Zum Leben erweckt wurde Victoria von der Glückstädter Autorin Johanna Benden. Die 37-Jährige entdeckte ihre Liebe zum Schreiben erst vor einigen Jahren und war selbst überrascht, dass so viel Fantasie in ihr schlummert.

„Ich kam zum Schreiben wie die Jungfrau zum Kinde“, sagt Benden, die sich insbesondere von der Twilight-Saga von Stephenie Meyer inspirieren ließ. Nachdem sie deren Bücher verschlungen hatte, wollte sie mehr davon und beschloss, ihre eigene Geschichte zu erschaffen. Darin geht es um eine außergewöhnliche Romanze, die in der realen Welt beginnt und den Leser zunehmend in eine Fremde eintauchen lässt - voller Liebe und Magie. „Ich habe Fantasy als Genre gewählt, weil ich es wahnsinnig faszinierend finde, neue Welten zu erschaffen, in denen einfach alles möglich ist. Du allein entscheidest, was passiert und wie es passiert - ohne Grenzen, ohne Regeln.“ Innerhalb von nur zehn Monaten entstand ihr erstes Buch, das nicht nur ihre Leser, sondern auch Johanna selbst in eine fremde Welt entführt. „Das Schreiben ist mein Ventil und mein Fluchtort. Wenn es in der Realität nicht glatt läuft und ich eine Auszeit brauche, setzte ich mich an den Rechner. Beim Schreiben vergesse ich dann alles um mich herum und tauche vollkommen ab - eben wie in einer anderen Welt.“

Dass der inzwischen zweifachen Mutter diese Auszeiten gelingen, hat sie zu großen Teilen auch ihrem Mann und ihrer Familie zu verdanken, die ihr stets den Rücken frei halten. Bis zu zwanzig Stunden in der Woche widmet sie dem Schreiben und nutzt dafür jede freie Minute. „Es ist wie eine Sucht“, gesteht die studierte IT-Fachfrau, die vorher nicht einmal gern gelesen hat. Bis zum Beginn ihrer Schreibleidenschaft war sie kein besonderer Fan von Literatur - ihre Welt bestand aus Logik und Computerprogrammen. Dass dies nicht unbedingt ein Ausschlusskriterium für Kreativität sein muss, beweist Johanna Benden immer wieder aufs Neue. Schließlich brauche man auch als Programmierer viel Fantasie und Kreativität, um immer wieder neue Prozesse und Funktionen zu definieren. Zudem sei Fantasy ohnehin von jeher das Lieblingsgenre der so genannten „Computer-Nerds“ und so bewege sie sich auf vertrautem Terrain. „Man braucht Visionen und den Mut, ganz neue Dinge zu probieren. Das ist im Schreiben genauso wie beim Programmieren“, erklärt sie.

Anders als in ihrem IT-Job ist sie beim Schreiben allerdings auf die Unterstützung anderer angewiesen. So hat Benden inzwischen eine Gruppe Testleser und Berater um sich geschart, die ihr Feedback, Ideen und Kritik liefern und sie beim Schreibprozess unterstützen. „Das erste Buch habe ich noch weitgehend allein und vor allem völlig planlos geschrieben. Inzwischen lege ich vieles schon im Voraus fest. Die Charaktere, die Rahmenhandlung, den Zeitstrahl ...ich bin organisierter geworden und meine Freunde und vor allem mein Mann sind von Anfang an in die Entstehung involviert. Das erzeugt eine immense Dynamik und macht einfach irre viel Spaß“, schwärmt die Autodidaktin. Klar würde sie sich auch gern einmal mit professionellen Autoren austauschen, doch dafür fehlt mit Teilzeit-Job, zwei Kindern und Haushalt die Zeit.

Trotz dieser Dreifach-Belastung ist in diesem Monat bereits ihr zweiter Band erschienen. Nach „Nebelsphäre - haltlos“ nun mit dem Titel „machtlos“. Viele Fans haben schon ungeduldig auf die Veröffentlichung gewartet und konnten den aktuellen Band inzwischen persönlich bei der Autorin zu Hause abholen. Außerdem gibt es das Buch in Glückstadt in der Bücherstube am Fleth sowie bei Amazon als Kindle-Version zu kaufen. Und wie es bei Süchtigen nun mal so ist, ist auch schon der nächste Band in Planung - und „rastlos“ geht es weiter. Weitere Informationen und die Bestellmöglichkeit der Bücher gibt es im Internet unter www.johanna-benden.de.

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