Siezbüttel : Schräge Typen vom Opel-Fanclub

Das Burnator-Team „Mad Max“ brachte die angetriebenen Reifen durch Durchdrehen auf der Stelle zum Platzen.
Das Burnator-Team „Mad Max“ brachte die angetriebenen Reifen durch Durchdrehen auf der Stelle zum Platzen.

„Blitzgewitter“ lädt zum fünften Treffen nach Schenefeld ein – und die Gäste kommen sogar aus Bayern, Dänemark und den Niederlanden.

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28. Mai 2018, 08:00 Uhr

Einige sind getunt oder schick lackiert, andere bunt angemalt oder liebevoll restauriert – rund 200 Fahrzeuge der Marke mit dem Blitz bildeten beim fünften Opeltreffen des Opel-Clubs Blitz-Gewitte im Schenefelder Ortsteil Siezbüttel ein riesiges Heer an Gleichgesinnten. Neben Modellen wie Astra, Calibra, Omega, Manta, Vectra und Kadett waren auch etliche Raritäten zu bewundern, zu denen unter anderem der Bedford Blitz der britischen Tochterfirma Vauxhall von Imke und Andreas Kröger gehörte. Zum dritten Mal waren sie aus Wildeshausen (Niedersachsen) angereist, um auch die Fahrzeuge anderer Opel-Fans zu bewundern.

„Hier ist von A wie Admiral über Commodore und Diplomat bis hin zum Manta und Zafira alles vertreten“, sagte Sebastian Radtke vom Opel-Club und fügte hinzu, dass Teilnehmer sogar aus Dänemark und den Niederlanden angereist waren. Selbst die Anfahrt aus Bayern hatten einige Opel-Besitzer in Kauf genommen. Der stellvertretende Vorsitzende des Opel-Clubs freute sich mit seinem Team über die Resonanz, die zeige, dass die Marke mit dem Blitz nach wie vor Charme und viele Fans habe. Inzwischen kenne sich das Teilnehmerfeld, da zahlreiche Fahrer regelmäßig an Treffen in ganz Deutschland und darüber hinaus teilnehmen.

Eine dieser eingefleischten Fans ist die 27 Jahre alte Steffi Grenz, die schon als Kind mit dem Opel-Virus infiziert wurde. „Damals bin ich schon mit meinen Eltern zu vielen Treffen gereist“, erinnert sich die Lübeckerin, die mit ihrem schneeweißen Opel Corsa D OPC gekommen war. Beim Anblick des Fahrzeugs, das sauberer nicht in einer Verkaufshalle hätte stehen können, war schnell klar, dass die Besitzerin nicht nur viel Zeit, sondern auch viel Geld in ihr Fahrzeug investiert. „Er hat besondere Felgen, eine Motorraumveredelung, ist tiefer gelegt und verfügt über einen Kofferraumausbau mit Leder“, erklärte die Einkaufsassistentin. „Und was ich selber machen kann, mache ich selber.“ Besonders stolz erzählt sie, dass die Motorleistung seit dem Wochenende auf 241 PS erhöht wurde. Wichtig sei ihr dabei jedoch nicht die Endgeschwindigkeit. „Die Beschleunigung zählt“, erklärte Grenz.

Das Fachsimpeln unter Gleichgesinnten inmitten der blitzblank polierten Autos stand wie immer an erster Stelle. Höhepunkt des dreitägigen und von zahlreichen Gästen besuchten Events bildete das Burnator Team „Mad Max“ aus Dänemark. Mehrmals täglich ließen die Fahrer ihren Opel auf dem Asphalt kreisen. „Dabei lassen sie die Hinterreifen so lange durchdrehen bis sie platzen“, erzählte Radtke, während beißender Qualm über den Festplatz waberte und es nach verbranntem Gummi roch. „Deswegen hat das Team 15 Reifensätze dabei“, fügte er lachend hinzu. Abgerundet wurde das Treffen durch eine Fahrzeugbewertung, diverse Clubspiele, eine Händlermeile, der Präsentation neuer Opel-Modelle durch das Autohaus Koch, Live-Musik sowie eine Tombola, deren Erlös jeweils zur Hälfte der Jugendfeuerwehr Schenefeld und dem Kindergarten zugute kommen solle. Erstmals angeboten wurde zudem ein Marken offenes Oldtimertreffen.

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