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Strassenschäden : Schotterpiste zwingt zum Slalomlauf

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Noch gleicht der Stichweg in der Dorfstraße in Kremperheide einer Buckelpiste – das soll im Frühjahr anders werden.

shz.de von
erstellt am 19.Jan.2014 | 16:08 Uhr

Irmgard Steinbrück ist sauer. Seit drei Jahren steht die Kremperheiderin mit ihrem Bürgermeister in Kontakt, seit drei Jahren tut sich nichts. Stein des Anstoßes ist der Stichweg in der Dorfstraße 111, eine Schotterstraße mit vier Häusern. Die ersten Meter sind asphaltiert, dann beginnt die Buckelpiste. Gerade am Anfang befinden sich einige Schlaglöcher.

Irmgard Steinbrück ist mit ihren 78 Jahren noch recht mobil. Regelmäßig besucht sie den Häkelbüddel-Club. Mit dem Auto fährt sie nicht. Sie geht die paar Schritte zur Bushaltestelle. Wenn sie abends in der Dunkelheit zurückkehrt, beginnt das langsame Vortasten. „Ich habe inzwischen immer eine Taschenlampe dabei, damit ich nicht stolpere.“ Vor drei Jahren hatte sie Bürgermeister Sven Baumann das erste Mal angesprochen, ob die Löcher nicht beseitigt werden könnten. Später hat sie geschrieben. „Aber bis heute ist nichts passiert“, bedauert die Seniorin. Bei Regen füllen sich die Löcher mit Wasser und zeigen das ganze Ausmaß der Beschädigungen, die hauptsächlich durch die Fahrzeuge zustande kommen, die von den Einfahrten ausparken.

Sven Baumann ist die Situation bekannt. Dass nichts passiert ist, sei kein böser Wille, sondern vielmehr ein technisches Problem. „Eigentlich sollte die Straße asphaltiert werden, als wir vor ein paar Jahren den Gehweg ausgebaut haben“, berichtet der Bürgermeister. Dafür habe es allerdings in der Politik keine Mehrheit gegeben. Der Plan: Die Oberfläche soll abgezogen, fünf bis sieben Zentimeter abgetragen werden. Anschließend wird eine verdichtende Schotterschicht aufgebracht werden.

Das war bisher allerdings nicht möglich, weil durch die Anwohner zuvor die Entwässerung gewährleistet sein müsse, berichtet Baumann. „Hätten wir die Straße gemacht, hätte einiges wieder aufgerissen werden müssen.“ In dieser Woche sind die Arbeiten erfolgt. „Jetzt können wir aufgrund der Witterung nichts machen. Aber im Frühjahr oder Sommer geht es los“, verspricht der Bürgermeister. „Wir haben ja alle das gleiche Ziel: Die Gemeinde schön und ordentlich zu gestalten.“

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