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Norddeutsche Rundschau

17. Dezember 2017 | 09:56 Uhr

Kultur : Schon jetzt im Krimi-Fieber

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Stefan Wolter hilft Gewerbetreibenden in Glückstadt mit ungewöhnlichen Einfällen für eine ungewöhnliche Woche.

Itzehoe | Unter Itzehoern ist er als DJ Stefan Wahnsinn bekannt: Stefan Wolter. Der 54-jährige stand schon auf allen großen Bühnen des Nordens, seine Stimme ist als Radio-Moderator ebenso gefragt wie als Warm Upper in Fernseh-Shows. Er landete einen Top Ten-Hit in Südamerika, und mit Sängerin Suzi Quatro feierte er ihren 50. Geburtstag. Jetzt berät der Entertainer Geschäftsleute für die „Krimi Nordica”, die vom 7. bis 15. November in Itzehoe und erstmals in Glückstadt stattfindet.

Vor zwei Jahren bat die Itzehoer Stadtmanagerin Lydia Keun-Sekula ihn, dass er ihr bei den Vorbereitungen der „Krimi Nordica” hilft. Er sagte zu. „Ich habe mir überlegt, wie die Geschäftsleute mit wenig Aufwand etwas aus ihrem Sortiment auf die Veranstaltung übertragen können.“ Gemeinsam mit Sandra Kirbis, Leiterin des Glückstädter Tourismus-Büros, arbeitet er jetzt an individuellen Aktionen für Glückstadt, der Hafenstadt mit Marktplatz und bewegter Historie. „Wir pflegen schon seit zehn Jahren eine fantastische Zusammenarbeit“, sagt Kirbis.

Gemeinsam mit den Geschäftsleuten entwickeln sie Ideen für die „Krimi Nordica”. Das Programm wollen sie bis zum Sommer fertig stellen. „Die Aktion wird medial begleitet über alle Veröffentlichungskanäle mit dem Logo, über online, Print, mit Flyern und Postern und in der Berichterstattung“, erklärt Stefan Wolter. Damit es auch in Glückstadt heißen kann: „Mörder Ahoi!“ oder: „Haltet den Dieb!“ Kriminell Gut.

Seine Vorbereitungen trifft Stefan Wolter in seinem Haus in Itzehoe. Dort hat er seine Büroräume eingerichtet und eine riesige Sammlung alter Platten und CDs fein säuberlich geordnet in Regalen aufgereiht. So wird ein Rundgang zur nostalgischen Zeitreise durch die vergangenen Jahrzehnte an Musikveranstaltungen in Norddeutschland – und seinen eigenen Werdegang.

In Itzehoe geboren und aufgewachsen, hat Wolter nach Abitur und Zivildienst Versicherungskaufmann bei der „Provinzial“ gelernt. Groß geworden in den 60er und 70er Jahren, brachte er als Discjockey mit seiner Rollenden Disco und bunten Scheinwerfern Farbe in farblose Tanzveranstaltungen.

Mit seiner ersten Veranstaltungsfirma richtete er in den 80er Jahren gemeinsam mit seinen Kompagnons Zelt, Dorf-und Hallenfeste aus. Horst, Dückermühle und auch Glückstadt standen auf seinem Terminkalender. „Es war eine tolle Zeit, denn man konnte vielmehr ausprobieren als heute”, so Wolter. Sein Netzwerk wuchs, und die Früchte dieser intensiven Arbeit erntet er bis heute. 1989 landete Wolter über Auftritte im Frankenland bei einem privaten Radiosender in Bamberg, wo er zwei Jahre als Moderator, dann als Musikchef tätig war. Das eröffnete ihm den Einstieg in die Medienlandschaft. Über Radio- und Fernsehspots für Firmen und die Musikbranche ist er in die Werbe- und Musikproduktion eingestiegen und hatte Mitte der 90er mit dem DJ-und Dance Projekt „Sister“ sogar einen Top Ten Hit in Südamerika. Als DJ Stefan Wahnsinn ist Stefan Wolter dann in allen Großdiskotheken Norddeutschlands aufgetreten und brachte das in seinen Auftritten mit ein, was er in den 80ern auf den zahlreichen Zelt-Parties kreiert hatte. Eine Idee aus dieser Zeit: Die „Männerversteigerung“. Die verschaffte ihm sogar einen TV-Auftritt in der Talk Show von Jörg Pilawa. Der Auftritt war so nachhaltig, das Stefan fortan als „Warm Upper”, der das Publikum auf die eigentliche Sendung einstimmt, tätig sein konnte.

In Gremien mitgearbeitet hat er von Beginn der 90er. So war er im Stadtmarketing in Itzehoe an der Konzeption der IZ-Woche beteiligt. Er konnte mit seinem ganzen Medienpaket in die Großveranstaltungen einsteigen, die hier in der Region anstanden: Die Matjeswochen in Glückstadt, die Itzehoer Woche mit dem Weinfest und das 775-Jahre-Jubiläum Itzehoes.

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