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Tödlicher Überfall : Schon einmal Räuber gegenüber gestanden

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Boje-Peter Voss sah sich in seinem kleinen Laden bereits vor 14 Jahren einem Bewaffneten gegenüber.

von
erstellt am 14.Okt.2014 | 12:00 Uhr

Es war nicht das erste Mal, dass Räuber versuchten, in dem kleinen Krämerladen auf Lüttenheid schnelles Geld zu machen. Allerdings gingen zwei Überfälle in der Vergangenheit glimpflich aus.

Vor 14 Jahren sah sich Boje-Peter Voß plötzlich einem Mann gegenüber, der ihm eine Pistole auf die Brust setzte und Geld forderte. Der Kaufmann öffnete die Kasse, in der sich ein Zehnmarkschein befand. Den gab er dem Räuber, der offenbar einen Komplizen hatte. Nachdem der Täter eine weitere Kasse mit Wechselgeld geplündert hatte, verschwand er mit seinem Kumpanen unerkannt. Kaufmann Voss kam mit dem Schrecken davon.

Ähnlich erging es seiner Schwester im Januar 2002. Sie war bereits dabei, vor Ladenschluss sauber zu machen, als plötzlich ein Bewaffneter vor ihr stand. Mit dem Schrubber in der Hand stürmte die Frau auf den Mann zu. Der flüchtete, verfolgt von der resolut auftretenden Frau. Auch er entkam unerkannt.

Damals erzählte Boje-Peter Voss, der den 1906 von seinem Großvater gegründeten Laden von seinen Eltern übernommen hatte, er möchte das 100-jährige Jubiläum feiern – „und möglichst keine Überfälle mehr erleben“. Dieser Wunsch ging in Erfüllung – bis am vergangenen Freitag ein oder mehrere Täter offenbar die Gelegenheit gewittert hatten, in der Mittagszeit schnell zuschlagen zu können. Diesmal gab es ein Opfer. Boje-Peter Voss musste die Anwesenheit in seinem geliebten Laden mit seinem Leben bezahlen.

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