Schöne Touren zu Fuß und per Rad

Hinweis im Wald: Rund um die Bismarcksäule stehen noch hölzerne Wegweiser. Foto: Ehrich
Hinweis im Wald: Rund um die Bismarcksäule stehen noch hölzerne Wegweiser. Foto: Ehrich

Die Region Itzehoe startet ein Tourismus-projekt, mit dem Naherholungsrouten vermarktet werden.

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08. Mai 2009, 10:21 Uhr

Itzehoe | Hin und wieder muss es eben schnell gehen. Naherholungsrouten in der Region Itzehoe sollen erschlossen und vermarktet werden, die Stadt soll 14 300 Euro dazu geben. Darüber hätte mancher im Hauptausschuss gern noch einmal nachgedacht. Doch bis zum 12. Mai musste zugestimmt werden, sonst wäre es zu spät gewesen für einen Antrag auf Förderung bei der "AktivRegion Steinburg". Keiner wollte ein Blockierer sein - so gab es nur drei Enthaltungen.

Vorbild ist das Amt Itzehoe-Land, in dem schon Rundtouren für Radfahrer ausgearbeitet, mit Tafeln bestückt und in einem Flyer zusammengestellt wurden, der auch auf gastronomische Angebote hinweist. Das soll nun ebenfalls in den Ämtern Krempermarsch und Breitenburg geschehen, auch in den Teilen, die nicht zur Region Itzehoe gehören. Info-Tafeln und Flyer erhalten ein einheit liches Design. Nur in Itzehoe, wo ein Stadtspaziergang und maximal drei Wanderrouten in den städtischen Wäldern entwickelt werden sollen, werden die Schilder eher so aussehen wie die bereits vorhandenen des Arbeitskreises Geschichte: transparent und aus Plexiglas.

86 400 Euro wird nach Schätzung des Regionalmanagements das Projekt kosten, das in diesem Jahr beginnen und im nächsten Jahr beendet werden soll. 14 300 Euro soll die Stadt beisteuern - Geld, das bisher noch nicht eingeplant ist. Ralph Busch (CDU) wollte darüber noch einmal in den Fraktionen beraten. Doch der 12. Mai naht - bis dahin müsse entschieden werden, sonst sei die Chance auf knapp 40 000 Euro Fördermittel aus der AktivRegion vertan, so Bürgermeister Rüdiger Blaschke.

Hans Emil Lorenz (UWI) fragte, warum man eine Projektbetreuung mit Kosten von rund 20 000 Euro für Dinge brauche, die einmal ehrenamtlich vom Verkehrsverein erledigt worden seien. Heinz-Rüdiger George, Leiter der Umweltabteilung, verwies auf die Erfahrungen im Amt Itzehoe-Land und den großen Arbeitsaufwand. "Das kann in den Umlandgemeinden und in Itzehoe keiner nebenbei", sagte auch Joachim Leve (SPD), Mitglied der Regionsarbeitsgruppe "Naherholung, Tourismus und Ökologie", die das Projekt angeschoben hatte.

Dieses sei langfristig und betreffe die ganze Region. Das Umland sei ohne Einschränkungen dafür, so Leve. "Wenn wir nicht mitziehen, würden wir es für die gesamte Region blockieren." Das wollte niemand, obwohl auch Sigrun Schmidt (SPD) "gemischte Gefühle" bekundete.

Auf Lorenz Frage, ob alles dann auch gepflegt werde, antwortete George: Das sei eine Frage der Prioritäten, die der Kommunalservice erhalte. Wie von Lorenz vorgeschlagen, beschloss der Ausschuss, dass die Verwaltung die Pflege sicherstellen soll. Und Leve bemerkte: Hilfe von Ehrenamtlern, wie in den kleinen Gemeinden, werde gern angenommen.


Informationstafeln und 50 000 Flyer
Insgesamt 19 Radtouren sind in den Ämtern Krempermarsch (8), Breitenburg (6) und Itzehoe-Land (5) ausgeschildert. Sie haben eine Länge von 15 bis 48 Kilometern und sind im „Hartmann-Plan“ für den Kreis zu finden. Übersichts- und Info-Tafeln an den Objekten sind in Itzehoe-Land vorhanden, Flyer werden bei Bedarf gedruckt. Das Amt Breitenburg braucht etwa sechs Übersichts- und sieben Objekttafeln, Krempermarsch rund fünf Übersichts- und sieben Objekttafeln, die Stadt vier Übersichtstafeln an den Ausgangspunkten der Spaziergänge und rund 15 Objekttafeln. Die Flyer erhalten eine Auflage von etwa 50 000, sie sollen in einer Infomappe kostenlos abgegeben werden.

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