Schöne ist Gilde-König

Die neuen Majestäten (von links): Gildekönig Thorge Schöne, Königin Susanne Wilckens, Schwanzkönig Jürgen Wego und Kopfkönig Jochen Haack.
Die neuen Majestäten (von links): Gildekönig Thorge Schöne, Königin Susanne Wilckens, Schwanzkönig Jürgen Wego und Kopfkönig Jochen Haack.

Fahnenschwenker-Obmann zum zweiten Mal König der Bürger-Schützen-Gilde

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02. Juni 2015, 16:25 Uhr

Der Obmann der Fahnenschwenker, Thorge Schöne, ist zum zweiten Mal König der Bürger-Schützen-Gilde Wilster von 1380 geworden. Beim Armbrustschießen auf den hölzernen Adler landete er spät am Abend den entscheidenden Schuss, mit dem er das Mittelstück des Adlers von der Vogelstange holte. Im Gildejahr 2007/’08 war Thorge Schöne schon einmal Gildekönig gewesen. Seine Mitregentin als Gildekönigin ist Susanne Wilckens, die das Pfeilwerfen vor Anke Beimgraben und Antje Bunge für sich entschied. Sie wurde von der Vorjahresmajestät Hans-Otto Wulf mit einer Zinnvase ausgezeichnet.

Mit dem Vogelschießen ging das dreitägige Gildefest zu Ende. Schon 50 Minuten nach der Eröffnung des Schießens stand mit Jochen Haack aus Beidenfleth der erste Würdenträger als Kopfkönig fest. Mit diesem neuerlichen Erfolg erweiterte Jochen Haack seine Sammlung silberner Wilstermarsch-Löffel auf sechs, ist er doch schon zum dritten Mal Kopfkönig der Gilde geworden. Fünf Minuten später war es Jürgen Wego aus Hamburg, der als Schwanzkönig mit einem Silberlöffel ausgezeichnet wurde. Gleich drei Löffel gibt es traditionell für den Gildekönig.

Bevor Thorge Schöne seinen Triumph feiern konnte, hatte er die Schützenhilfe einer Fuchsschwanzsäge erhalten. Gildeschreiber Gerd Martens und Adjutant Jürgen Pruter mussten zweimal dem Adler zu Leibe rücken, um nicht das Schießen zu sehr in die Länge zu ziehen. Nach nur wenigen Volltreffern war der Kampf um den geschwächten Holzadler dann erledigt.

Bei der Proklamation der Majestäten gab es eine Überraschung für Gerd Sommerfeld. Er ist seit 25 Jahren bei jedem Gildefest als Spanner der Armbrust im Einsatz und wurde dafür von Gildeschreiber Gerd Martens mit einem Zinnbecher mit entsprechender Widmung belohnt.

Im Anschluss an die Proklamation machte die Gilde den schon zur Tradition gewordenen Marsch rund um den Marktplatz, um dann zu einem geselligen Ausklang ins Colosseum zurückzukehren.

Mit dem Gildefest 2015 endete auch das Hauptmannsjahr für Heino Junge. Er war beim Hauptmannsfrühstück im Alten Rathaus von Gildeschreiber Gerd Martens mit dem Hauptmannsorden ausgezeichnet worden. In seiner Abschiedsrede vor der versammelten Gilde schilderte Heino Junge seine „Gilde-Karriere“. Er hatte als Spielmann der Gilde seine Zugehörigkeit zu dieser Traditionsgilde kennen und lieben gelernt. „Mir hat es gefallen, dass die Gilde an Traditionen festhält und damit die Geschichte der Stadt ein wenig widerspiegelt“, sagte Junge. Er lobte die gute Kameradschaft und Solidarität unter den Gildemitgliedern. „Von Cliquenwirtschaft habe ich kaum etwas gespürt.“ Neue Mitglieder, so habe er es selbst erfahren, seien immer gut aufgenommen und in die Gilde integriert worden. Es freue ihn, dass die Gilde sich stets in die Stadtgemeinschaft eingebracht habe. „Ich habe Vorstandsämter und die Hauptmannswürde gern angenommen, weil ich damit ein Zeichen setzen möchte“, begründete der scheidende Hauptmann seinen Appell insbesondere an junge Menschen, in die Gilde einzutreten, „damit dieser traditionsreiche Vereine noch lange überlebt“.

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