Sanitätsdienst : Schnelle Hilfe auf dem Schulhof

Helfer in der Not: Romina (14), Finja (13, vorne v.l.) und 11 weitere Schüler der Wilhelm-Käber-Schule wurden von Lehrerin Ilka Linow und Allan Tischmann vom DRK als Schulsanitäter verpflichtet.
Helfer in der Not: Romina (14), Finja (13, vorne v.l.) und 11 weitere Schüler der Wilhelm-Käber-Schule wurden von Lehrerin Ilka Linow und Allan Tischmann vom DRK als Schulsanitäter verpflichtet.

Die Wilhelm-Käber-Schule hat einen Schulsanitätsdienst eingeführt, der sich um die kleinen Wehwehchen kümmert

shz.de von
14. Juni 2014, 08:00 Uhr

Ob abgeschürftes Knie, eingeklemmter Finger oder umgeknickter Fuß: Die Wilhelm-Käber-Schule (WKS) hat ab sofort einen Schulsanitätsdienst, der sich um die kleinen Wehwehchen der Mitschüler kümmert.

Zwölf Mädchen meldeten sich freiwillig und wurden an vier Nachmittagen durch das Deutsche Rote Kreuz (DRK) geschult. Ein Junge mit Sanitätsausbildung kam dazu. „Es hat Spaß gemacht“, meint Lara (14). „Und war interessant“, ergänzt Pia (14). „Weil die Arbeitgeber sehen können, dass ich mich sozial einsetze, wenn ich mich bewerbe“, hat sie sich als Sanitäter gemeldet. Finja (13) denkt schon bis zum Führerschein voraus. Lara meint: „Insgesamt sind Erste-Hilfe-Kenntnisse wichtig. Es kann ja auch zuhause etwas passieren.“

Desinfizieren und Pflaster kleben erlernten die Siebt- und Achtklässlerinnen ebenso wie Reanimation und stabile Seitenlage. „Erste Hilfe ist auch schon Pflaster kleben“, erklärte Allan Tischmann, Koordinator für Schulsanitätdienste beim DRK. Aber auch Schlimmeres könne passieren, worauf die Ersthelfer vorbereitet sein sollten. Sind die Verletzungen jedoch größer, wird die betreuende Lehrerin Ilka Linow hinzu gezogen und gegebenenfalls der Notarzt gerufen.

„Wir haben auch gelernt, was man machen muss, wenn sich jemand den Finger abschneidet“, erklärte Lara (14). Zwischen zwei Kühlpacks müsse man den Finger legen, die Hand hochlagern und den Krankenwagen rufen. „Auf keinen Fall darf man den Finger in den Kühlschrank legen, weil dort zu viele Bakterien sind“, weiß Lara.

Je zwei bis drei Schulsanitäter sind in den beiden großen Pausen im Sanitätsraum präsent. Zudem begleiten sie die Schulveranstaltungen. An ihren orangen Westen und roten Jacken sind sie gut zu erkennen. Zwei Sanitätertaschen wurden von der Sparkasse gesponsert. Ihren ersten Einsatz haben die Schulsanitäter der WKS am Montag bei den Bundesjugendspielen.

Die neuen Schulsanitäter heißen: Torben Zeiler, Svea Bornholdt, Lena und Jana Breiholz, Denise Helmers, Romina Koesling, Jasmin Kröger, Tomke Maaß, Merle Mollenhauer, Lara Schierbecker, Pia-Marie Schuldt, Kimberly Nühse und Finja Basler.

zur Startseite
Karte

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen