Flohmarkt : Schnäppchenjagd bei steifer Brise

Spontankauf: Sandra Neubauer freute sich über die Lampe im Leo-Look, Mutter Silvia ergatterte für Enkel Marlon-Patrice ein Spiel.
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Spontankauf: Sandra Neubauer freute sich über die Lampe im Leo-Look, Mutter Silvia ergatterte für Enkel Marlon-Patrice ein Spiel.

Der größte Flohmarkt der Westküste lockte gestern wieder die Massen in die Innenstadt

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04. Juni 2015, 05:00 Uhr

Wenn der Weg durch die Innenstadt fünfmal so lange dauert, Babys in ihren Kinderwagen hinter Tüten verschwinden, Rollatoren zum Einkaufswagen umfunktioniert werden und Bürger mit allerlei Kuriositäten umher laufen – dann ist wieder Schnäppchenjäger-Zeit: Der größte Flohmarkt der Westküste lockte gestern mit seinen rund 1000 Ständen die Massen in die Innenstadt.

Während viele noch schliefen, bauten die fleißigen Verkäufer schon ihre Stände auf. Wind und Wetter schreckte gestern niemanden, allerdings kamen die Besucher zögerlicher als gewohnt an die Stände, spätestens um 9 Uhr wurde dann aber kräftig gefeilscht, gestöbert und gekauft. Besonders für den Nachwuchs hielten die Schnäppchenjäger die Augen offen.

Gerd und Gudrun Maletzk aus Neumünster ergatterten unter anderem einen Hamsterkäfig für die Enkel. Junge Mütter boten aussortierte Kinderkleidung an. „Die Klamotten gehen sehr gut“, befand Conny Bodenschatz (32) aus Itzehoe. „Zum Teil sogar besser als bei Ebay.“ Auch das alte Besteck und Geschirr ihres Großvaters fanden schnell neue Besitzer.

Dass ein Flohmarkt auch viele unerwartete Kuriositäten bereit hält, freute Sandra Neubauer aus Itzehoe ganz besonders. Sie stieß beim Stöbern auf eine Lampe im Leo-Look. Verrückt mag es auch Elke-Maria Tesch aus Itzehoe. Sie ging wie jedes Jahr gezielt auf die Suche: „Seit 15 Jahren kaufe ich mir immer eine kuriose Armbanduhr.“ Auch Angelika Schröder (53) aus Heide ist Stammgast auf dem Flohmarkt – „bei Wetter und Wind“. Das gehöre zu Norddeutschland dazu. Um all ihre Fundstücke transportieren zu können, hatte sie ihren Rollator mit Stoffbeuteln zum Einkaufswagen umfunktioniert, aber auch Sohn Daniel (27) half beim Tragen.

Einige Schüler der Wolfgang-Borchert-Schule tauschten gestern Schulbank gegen Flohmarktstand. Die Jugendlichen aus dem Spanischkurs wechselten sich mit dem Verkauf ab. „Wir brauchen noch Geld für unsere Sprachreise nach Spanien, deshalb haben alle Sachen zusammengesucht, die wir hier verkaufen können“, erklärte Franziska Reimers (15).

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