Flohmarkt „Wolfswelle“ : Schnäppchen bei den Funkamateuren

Zwei zufriedene Verkäufer: Ingo Trende (l.) und Peter Scheffler.
Zwei zufriedene Verkäufer: Ingo Trende (l.) und Peter Scheffler.

Zum zehnten Mal wurde der Flohmarkt für Funkamateure, die „Wolfswelle“. auf dem Hungrigen Wolf in Hohenlockstedt ausgerichtet – und erlebte einen Besucherrekord

Avatar_shz von
07. Oktober 2018, 16:21 Uhr

Die zehnte „Wolfswelle“ des Deutschen Amateur-Radio-Clubs Itzehoe im Gewerbe- und Freizeitpark Hungriger Wolf zog zahlreiche Besucher und Aussteller aus Schleswig-Holstein an. Schon vor der offiziellen Öffnung wurden erste Geschäfte gemacht. Das Wetter gestattete sogar, dass etliche Verkaufsstände im Außengelände aufgebaut werden konnten. Dennoch herrschte im Gebäude drangvolle Enge. Das Angebot umfasste den gesamten Bereich von einzelnen speziellen Komponenten für den Selbstbau und die Reparatur von Geräten und Antennen bis zu kompletten funktionsfähigen Funkanlagen. Besondere Aufmerksamkeit erregte eine Schiffsfunkanlage der Firma Hagenuk schon allein durch ihre Größe und ihre Leistung. Allerdings fand das Gerät keinen neuen Besitzer.

Daneben präsentierte der Itzehoe Ortsverband M05 die Arbeitsbedingungen an seiner Clubstation DK0IZ, die in jüngster Zeit technisch aufgerüstet worden war. So ist es jetzt möglich, mittels spezieller drehbarer Richtantennen den Mond als Reflektor zu benützen und so Verbindungen über tausende von Kilometern zu überbrücken, wobei das Funksignal sogar zweimal den Abstand zwischen Erde und Mond zurücklegen muss, was etwa einer Strecke von rund 750 000 Kilometer entspricht.

Anregungen aus dem Bereich der Antennentechnik und der digitalen Betriebsarten boten zwei Fachvorträge. So wurde beispielsweise erläutert, wie mit äußerst geringen Sendeleistungen von weit unterhalb von einem Watt weltweite Funkverbindungen durch Einsatz der Digitaltechnik möglich sind.

Der Funk-Flohmarkt wurde erstmals 2009 ausgerichtet, damals noch als „Messe- und Informationsveranstaltung für Funkamateure“. Die Besucher sollten sich qualifiziert über Amateurfunkgeräte und neue Entwicklungen der Telekommunikation informieren können. Dazu dienten auch Fachvorträge zu Amateurfunkthemen, besonders aus dem Gebiet der digitalen Nachrichtentechnik sowie der Antennen. Ein Flohmarkt gab es noch nicht. Mittlerweile wurde das Konzept geändert, der Funk-Flohmarkt wurde zur Hauptattraktion. Fachvorträge werden allerdings auch weiterhin angeboten.


>
Informationen zum Amateurfunk und zum Ortsverband Itzehoe erhalten Interessierte im Internet unter www.dk0iz.de

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen