Wattolümpiade : Schmutziger Sport für saubere Sache

In der Massendusche wurden die Wattlethen wieder sauber gespritzt. Foto: Kolz
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In der Massendusche wurden die Wattlethen wieder sauber gespritzt. Foto: Kolz

8. Wattolümpiade in Brunsbüttel mit über 400 Wattlethen / Mehrere tausend Euro Sonderspenden für die Aktion Stark gegen Krebs

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29. Juli 2013, 08:27 Uhr

Brunsbüttel | Mehrere tausend Besucher tummelten sich am Elbdeich in Soesmenhusen, um bei der 8. Wattolümüpiade in Brunsbüttel 400 Wattleten bei den äußerst matschigen Disziplinen zu sehen. Nach dem Wattgottesdienst mit Pastor i.R. Edgar Huhn folgte der sehenswerte Einmarsch der Akteure. Die Ankunft und Entzündung des olümpischen Feuers sowie das Grillen der Wurst durch Harry Schulz.
Heiße Wettkämpfe wurden nicht nur auf den zwei Fußball- und je einem Hand- und Wolliball-Feld geboten. Auch das Schlickschlittenrennen zeigte den ganzen Wahnsinn, den die Wattleten mitbringen mussten. Da spritzte der Elbschlick in alle Richtungen und die Mannschaften gaben alles. Angetreten waren 38 Teams, darunter auch Teilnehmer nicht nur aus Hessen und Tschechien sondern sogar aus Ostfriesland. Auf der Pressetribüne drängten sich nicht nur Fotografen aus aller Welt, auch die Wettkampfleitung hatte dort Posten bezogen, und Wettkampfleiter Oliver Kumbartzky und Moderator Reini Göttsche kommentierten jedes Tor und vor allem die Nichttreffer. Jedes Spiel hatte die Dauer von sieben Minuten, die nach jeder Runde mehr Kraft von den Spielern forderten.

Erfolg für die "Die tighten mopsgedackelten Watthunde"

Während an Land dem Turnier von Picknickdecken am Deich und kalten Getränken auf spitzen Steinen am Ufer gefolgt wurde, hatten die Athleten kaum Zeit zur Erholung. Kurz in der Massendusche mit dem Wasserstrahl sauber gespritzt, ging es um die Plätze auf dem Treppchen im Elfmeterschießen. Am Ende konnte nur einer siegen und das entschied der Aalstaffellauf.
Als Gesamtsieger ging die Mannschaft "Die tighten mopsgedackelten Watthunde" aus dem Schlick hervor. Neben Medaillen für jeden Mitspieler erhielten die Gewinnerteams Pokale und Benzingutscheine, gestiftet von einem der Hauptsponsoren. Bevor Kumbartzky und Göttsche aber die Preisverleihung vornahmen, überreichten einige Gruppen zu Gunsten der Aktion Stark gegen Krebs gesondert gesammelte Spenden. So Schietwatter Heidgraben 1400 Euro, Vive l’ENTE 508,24 Euro plus eine Sammeldose aktuell vom Tag, Sixpack Meldorf 410 Euro, Oettinger Pirates 104 Euro, Inglorius Rockstars die Summe X. Björn Brandt übergab die 2501 Euro, mit denen er die von Dirk Seidel gebaute und von Jens Rusch bemalte Schmetterlings-Gitarre ersteigert hatte. Dr. Bernd Schmode aus Frankfurt gab 7000 Euro direkt an die Schleswig-Holsteinische Krebsgesellschaft und nannte den Wattikan durchgeknallt, aber sehr liebenswert.
Sonderpreise erhielten: für das beste Maskottchen: Vive l’ENTE; für den lustigsten Namen: Die Schäriffs von Wattingham (eigentlich Polizeibeamte aus dem Raum Cuxhaven); die besten Fans: die Wattschlampen, die die Schlammburger Jungs anfeuerten; das beste Trikot: Watt für Helden, mit einem winzigen Superman; den fröhlichsten Einmarsch: Team MUM aus der tschechischen Partnerstadt Horni-Pocernice, die Mädels hatten einen Tanz einstudiert.

Bei den Disziplinen siegten:
Schlickschlittenrennen: 1. Platz Rathaus Krummhörn; 2. Hävy Fuel Dream Boys; 3. Watt and win.
Wolliball: 1. Platz FC Wattikan; 2. Schäriffs von Wattingham; Watt’n Bagger
Fußball: 1. Platz Treibsand; 2. SpVgg TuS VfL BSC FC Borussia LINDE SV deluxe; 3. Watt für Helden.
Handball: die tighten mopsgedackelten Watthunde; 2. Watt and win; 3. Construction Crabs.

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