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Herrenhaus : Schloss erwacht aus Dornröschenschlaf

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Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Heiligenstedtener Herrenhaus soll in fünf Wohneinheiten aufgeteilt werden. Preise zwischen 540 000 Euro und 936 000 Euro. Auch Torhäuser werden angeboten.

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erstellt am 19.Mär.2016 | 16:00 Uhr

Einmal Schlossherr sein? Das muss kein Traum mehr bleiben. Nach über zehn Jahren soll das Schloss Heiligenstedten aus seinem Dornröschenschlaf erwachen. Das Herrschaftshaus wird in Eigentumswohnungen aufgeteilt. Ende des Jahres, spätestens Anfang 2017, sollen die Wohneinheiten (insgesamt 1320  Quadratmeter) verkauft sein. Das ganze wird für die künftigen Besitzer jedoch nicht ganz billig: Die Kaufpreise liegen zwischen 540  000 Euro und 936  000 Euro.

Die Idee, das Schloss nicht als Ganzes, sondern in Eigentumsteilen zu verkaufen, stammt von Hans Hermann Fiedler. Im Auftrag des Besitzers, der EOS Immobilien Workout GmbH, begleitet der Geschäftsführer der Sach-Projekt (Gesellschaft für Immobiliensachverständigen und Projektwesen) das Vorhaben bis einschließlich zur Vermarktung. Die EOS, die als größtes Inkassounternehmen Deutschlands gilt, hat die Forderungen aus dem Insolvenzverfahren übernommen.

„Die Bauvoranfrage ist bereits positiv beschieden“, sagt Fiedler. Der Fachmann will das Schloss, das seit über zehn Jahren leer steht, etagenweise verkaufen. Prunkstück ist das Hochparterre, das sich über die gesamte Ebene zieht (400 Quadratmeter) und mit 936  000 Euro auch am teuersten ist.„Alle Räume sind in einem sehr guten Zustand“, sagt der Diplom-Kaufmann. Die lange unbewohnte Zeit sehe man den Räumen nicht an. Dies auch, weil der Vorbesitzer viel Geld in die Renovierung gesteckt hat – Holzfußböden, isolierte Fensterscheiben, intakte Heizung, Kamine, Bäder und dunkle Türen – alles strahlt auch jetzt noch Glanz aus. Dies gilt auch für die beiden Obergeschosse. Hier sind jeweils zwei Wohneinheiten zu 230 Quadratmeter geplant, die mit separaten Eingängen und Treppenhäusern versehen werden. Zusammen als Eigentümergemeinschaft erhalten die künftigen Schlossbesitzer den Garten, der nicht aufgeteilt wird.

Verkaufen will Hans Hermann Fiedler auch die beiden vorgelagerten Torhäuser. Daraus sollen jeweils vier Reihenhäuser werden. Ein Restaurant, das dort noch bis Ende der 90er Jahre betrieben wurde, wird integriert.

Noch nicht klar ist, was mit der angrenzenden, großen Reithalle passiert. „Vielleicht wird sie abgerissen oder aber wieder genutzt“, sagt Fiedler zu dem Neubau. Vorrang habe jetzt die Vermarktung des Schlosses, erst im zweiten Schritt werde dann über die Zukunft der Halle, die direkt neben dem Schloss steht, entschieden.

Bisher gab es immer wieder Ideen, das Herrenhaus mit Leben zu füllen und es zu verkaufen. Unter anderem sollte es 2009 zu einer Wellness-Oase umgebaut werden. Doch alle Pläne scheiterten, das Haus ließ sich als Ganzes nicht verkaufen.

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