Schleuse Kasenort : Schleusensanierung wird teurer

Für 2,5 Millionen Euro soll die Sanierung der Schleuse Kasenort in den Jahren 2017 bis 2019 fortgesetzt werden.
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Für 2,5 Millionen Euro soll die Sanierung der Schleuse Kasenort in den Jahren 2017 bis 2019 fortgesetzt werden.

Erste Bauarbeiten beginnen in diesem Jahr. Die Kosten liegen bei rund 2,5 Millionen Euro. Die Tiefbauabteilung der Stadt Wilster will aber noch Einsparpotenziale nutzen.

shz.de von
22. März 2017, 05:00 Uhr

Jetzt soll der nächste Schritt der Schleusensanierung an der Mündung der Wilsterau in die Stör angegangen werden. Grundsätzlich befürwortete der Bauausschuss der Stadt Wilster in seiner jüngsten Sitzung diese Maßnahme an der Schleuse Kasenort, die rund 2,5 Millionen Euro kosten wird – mit 564  000 Euro sogar 29 Prozent teurer als bisher veranschlagt. Der Bauausschuss unter Vorsitz des CDU-Ratsherrn Ulrich Kattner beschloss einstimmig die notwendigen Auftragsvergaben.

Für die Baumaßnahme ist die Stadt Wilster als Eigentümer der Schleuse auch Bauherr. Nach einer Vereinbarung mit dem Deich- und Hauptsielverband Wilstermarsch übernimmt dieser den Kostenanteil für Entwässerungseinrichtungen, hier zum Beispiel für ein Hochwasser-Entlastungsschöpfwerk, das in Kasenort gebaut werden soll. „Für die Sanierungsmaßnahme gab es 20 Anfragen aus ganz Deutschland, aber nur zwei Firmen haben ein Angebot abgegeben. Günstigster Bieter war die Firma Peters-Bau aus Borsfleth mit 1,6 Millionen Euro für die eigentliche Sanierung sowie 878  000 Euro für das neue Schöpfwerk. Für die Stadt Wilster ergibt sich unter Berücksichtigung der Fördermittel eine Mehrbelastung von 106  000 Euro, für den Deich- und Hauptsielverband von 165  000 Euro.

„Es gibt aber noch Potenzial für Einsparungen“, kündigte Roman Stöckmann als Chef der Tiefbauabteilung im Amt Wilstermarsch an. Das müsse noch in einem Gespräch mit dem Bieter geklärt werden. „Dann könnte es in einem Nebenangebot mit den Kosten nach unten gehen“, zeigte sich Roman Stöckmann optimistisch. Von Vorteil sei, dass im Bereich der Automatisierung die Schleusentore künftig auch elektrisch bedienbar sein werden. Mit dem Bietergespräch solle erreicht werden, „das Ganze schlanker und effizienter zu machen“, sagte Stöckmann. Man müsse aber bedenken, dass die Aufträge zunächst ganz normal zum Angebotspreis vergeben werden, um dann im Bietergespräch eine günstigere Lösung zu erreichen.

Zum Bauablauf sagte der Tiefbauleiter, dass in diesem Jahr der erste Schritt mit dem Bau des Schöpfwerks mit Einlaufbauwerk, Kanal und Pumpwerk gemacht werden solle. Mit dem Pumpwerk sei es dann möglich, im Jahr darauf die Schleuse trocken zu legen, um die Tore ausbauen und sanieren zu können. „Hier können Überraschungen aus den jetzt unter Wasser stehenden Bauteilen nicht ausgeschlossen werden“, räumte Stöckmann ein. Restarbeiten sollen noch 2019 auch ohne Trockenlegung der Schleuse folgen.

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