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Norddeutsche Rundschau

18. Oktober 2017 | 11:32 Uhr

Nord-Ostsee-Kanal : Schleusenführer gesucht

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Wasser- und Schifffahrtsamt sowie Volkshochschule in Brunsbüttel wollen gemeinsam ehrenamtliche Fachleute schulen.

von
erstellt am 07.Sep.2014 | 08:00 Uhr

Die Federführung für ein spannendes Projekt hat sich die Brunsbütteler Volkshochschule auf die Fahnen geschrieben: Sie will unter Mitwirkung des Wasser- und Schifffahrtsamts ganz speziell geschulte Schleusenführer ausbilden, die zur Saison 2015 Besuchergruppen fachkundig über die Anlage an der Schnittstelle zwischen Nord-Ostsee-Kanal und Elbe informieren. Dabei geht es nicht nur um den interessierten Touristen. Es geht ganz besonders auch um Fachpublikum, dass sich vor dem Hintergrund des Baus der fünften Schleusenkammer bereits jetzt schon beim WSA um Besichtigungstermine bemüht.

Der Anspruch an diese Schleusenführer ist groß. Das unterstreicht VHS-Chefin Elke Schmidt-Wessel: „Wir werden nicht jeden nehmen können.“ Dennoch hat sie festgestellt, dass das Interesse seit Erscheinen des aktuellen VHS-Programms groß ist. Elf Bewerbungen sind schon aufgelaufen, sie hofft auf noch mehr. Denn der Pool, der ehrenamtlichen Schleusenführer solle 20 Leute umfassen. Die müssen vor allem weltoffen, engagiert, kommunikationsstark und letztlich auch an Technik interessiert sein. Fremdsprachenkenntnisse gelten da fast schon als obligatorisch.

Vorgesehen ist die Schulung zwischen Oktober und April, die Leitung hat Roland Ladage. Zu bestimmten Themen werden Fachleute referieren. Schließlich sollen die Kenntnisse einen Bereich von der Geschichte der Schleusen über deren Funktion bis hin zu dann laufenden Baumaßnahmen für die dritte Großschleuse abdecken. Zur Unterstützung plant das WSA einen Infopunkt. Und da die Schleusenanlage selbst nicht betreten wird, ist geplant, sich mit Hilfe von Videokameras Einblick in Bereiche hinter dem grünen Sicherheitszaun verschaffen zu können.

Während früher der Kursus für Stadt- und Schleusenführer eine Teilnehmergebühr kostete, wird dieser Kursus für die Teilnehmer kostenlos bleiben. Denn dafür, so Schmidt-Wessel, gehe die Volkshochschule zunächst in Vorlage. Langfristig wird angestrebt, das Stadtmanagement mit ins Boot zu holen. Letztlich, sagt sie, gebe es ja auch eine Refinanzierung über die – geringe – Gebühr, die für die Führungen verlangt werden wird.

Gesa Völkl, Leiterin des WSA in Brunsbüttel, ist begeistert von diesem Projekt. „Wir könnten das gar nicht leisten“, sagt sie. Aus ihrer Erfahrung vom Bau des Wasserstraßenkreuzes in Magdeburg weiß sie jedoch, das gerade solche Bauvorhaben ein enormes Interesse hervorrufen. In Magdeburg sei das dortige WSA ebenfalls von einem Projektpartner unterstützt worden. Das habe sich als erfolgreich erwiesen.

Für Elke Schmidt-Wessel steht außer Frage, dass der Schleusenbau über Jahre ein Publikumsmagnet sein wird. Daher sei das Projekt „Schleusenführer“ für die Stadt unverzichtbar: „Wir sehen das als Teil unseres öffentlichen Auftrags.“

Sowohl Schmidt-Wessel als auch Völkl freuen sich über Bewerbungen Jugendlicher ab 16 Jahren. Die könnten dann Schülergruppen übernehmen. Ein Infoabend für alle Bewerber findet am 29. September statt.


>Bewerbungen mit kurzem Lebenslauf an: Volkshochschule Brunsbüttel, z. Hd. Dr. Elke Schmidt Wessel, Max-Planck-Str. 9-11, 25541 Brunsbüttel, oder: E-Mail@vhs-brunsbuettel.de

 

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