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Baustellen-Blick : Schleusen-Infozentrum ist startbereit

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Moderne Technik vermittelt Einblick in das Geschehen auf Europas größter Wasserbaustelle.

von
erstellt am 27.Feb.2016 | 08:00 Uhr

Jetzt kann es eigentlich losgehen, denn das neue Schleusenbesucherzentrum an der Schillerstraße in Brunsbüttel ist fertig eingerichtet. Gesa Völkl, Leiterin des Wasser- und Schifffahrtsamts Brunsbüttel und damit auch Hausherrin in den zwölf zu einer Einheit gefügten blauen Bürocontainern, gewährte gestern einen ersten Blick ins Innere.

Und der offenbart zunächst einmal: Container müssen innen nicht ungemütlich sein. Denn auf den insgesamt 175 Quadratmetern Nutzfläche verteilen sich durchweg helle Räume. Kernstück ist der große Informationsbereich, an den sich ein Büro für die ehrenamtlichen Schleusenführer der Brunsbütteler Volkshochschule anschließt, eine Küche sowie Sanitärräume. Das alles barrierefrei. Lediglich am Notausgang direkt zur Schillerstraße hin muss der Gehweg noch angehoben werden.

Drei große Monitore zeigen die aktuelle Situation im Baustellenbereich, einer der Bildschirme ist mit Kameras verbunden, die über einen Joystick geführt werden können. Dadurch kann verständlicher erklärt werden, was der normale Schleusenbesucher nicht sieht: die Baustelle auf der Mittelinsel. Da es sich um Tiefbau handelt, wird dort von außerhalb des Besucherzentrums auch kaum etwas zu sehen sein. Ein Whiteboard ergänzt die technische Ausstattung. An den Wänden zeigen Fotos und Pläne, was in Brunsbüttel auf Europas größter Wasserbaustelle mit einem Volumen von rund 500 Millionen Euro in den nächsten Jahren geplant ist.

Das Containergebäude gehörte mit zur Ausschreibung für den Schleusenbau. Weit über 100  000 Euro hat das WSA investiert. Die Einrichtung ist mit der Volkshochschule abgesprochen. Denn die Bildungsstätte wird das Info-Center betreiben. Mieter der Container ist allerdings die Stadt.

Die Brunsbütteler Hauptausschussmitglieder waren daher gestern ebenfalls eingeladen, sich das Gebäude anzusehen. Von ihrer Meinung hängt ab, ob sie am kommenden Mittwoch der Ratsversammlung empfehlen, die Verträge mit dem Wasser- und Schifffahrtsamt zu unterzeichnen. Die Ratsversammlung tritt bam 22. März zusammen.

„Dann könnte am nächsten Tag Übergabe sein“, sagt Gesa Völkl, „und das Besucherzentrum könnte zu Ostern öffnen.“ Das hofft auch Bürgermeister Stefan Mohrdieck (wir berichteten).

Die ersten Besuchergruppen warten bereits auf die Eröffnung, sagt die WSA-Chefin: „Wir haben schon viele Anfragen von Hochschulen.“ Doch das Infozentrum ist nicht nur für Fachleute gedacht, sondern für jeden, den die gewaltige Baumaßnahme interessiert. Ein Funktionsmodell im mit 50 Sitzplätzen ausgestatten Raum soll zum Verständnis beitragen.

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