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Schiffsmodellbauer in Wilster : Schlepperparade im Mühlenloch

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Schiffsmodellbauer präsentieren zum sechsten Mal auf der Wilster Au ihr Hobby. Viele Schaulustige beobachten das Treiben auf dem Wasser.

Eine breite Vielfalt von Schiffsmodellen gab sich jetzt ein Stelldichein im Mühlenarm der Wilster Au. Anlass war der 24. Deutsche Mühlentag, an dem traditionell auch die Rumflether Mühle von Anna Martens in Wilster zu Aktionen, Bewirtung und Besichtigung eingeladen hatte. Ein Programmpunkt war jetzt schon zum sechsten Mal eine Vorführung von Schiffsmodellen zu Wasser und an Land. Auch diesmal wieder hatte der Wilsteraner Modellbauer Dirk Glindemann diese Veranstaltung organisiert.

Seine Hobby-Kollegen waren teilweise mit mehreren Modellen angereist, um sie im „Mühlenloch“ schippern zu lassen. Im Maßstab von 1:20 bis 1:50 waren die Modelle entweder originalgetreu nachgebaut oder aber mit eigenen Ergänzungen attraktiv verändert worden. Dirk Glindemann freute sich, dass sechs befreundete Hobbybastler die Fahrt zum Mühlentag auf sich genommen hatten.

„Angefangen habe ich mit einer elektrischen Märklin-Eisenbahn“, erzählte Dirk Glindemann. Da er unmittelbar am Wasser der Wilster Au zu Hause ist, stieg er vor zehn Jahren ins Basteln von Modellschiffen um. Angetan haben es ihm die bulligen Schlepper. So setzte er zum Mühlentag seinen großen Schlepper „Strathmann“, die „Bremen“ und einen Bugsier-Schlepper in Fahrt.

Der 48 Jahre alte Ralf Willamowski aus Averlak baut seit acht Jahren Schiffsmodelle. Er hatte seinen Schlepper „Bugsier 17“ sowie die noch im Bau befindliche „Süderoog“ mitgebracht. Neben ihm saß mit seiner Fernbedienung für die Fahrten auf der Wilsterau Dirk Pankau aus Rendsburg in seinem Gartenstuhl, um sich an den Fahrten seiner Modelle zu erfreuen. Seit über 30 Jahren widmet er sich dem Bau von Schiffsmodellen. Er führte den Bergungsschlepper „Smit Hunter“, den Hafenschlepper „Bugsier 8“ sowie den holländischen Schlepper „Damentug“ vor, dessen Bausatz er mit eigenen Ideen weiter entwickelt hatte.

Aus Hohenlockstedt gehörte Heiko Arnemann zu den Modellbau-Kapitänen. „Ich bin 1991 über einen Kumpel, der von seinem Onkel ein Modellschiff bekommen hatte, zu diesem Hobby gekommen. Ich bin dabei geblieben, er nicht“, erzählte der 38-Jährige. Mit seiner Fernbedienung steuerte er das Beiboot „Abelius“ des Rettungskreuzers „Georg Breusing“ und den Hunter-Schlepper Lokki“. Sein Prachtstück war der Schlepper „Bugsier 3“, wie er in den 70er Jahren noch im Hamburger Hafen im Einsatz war.

Wuchtig war das Kümo „Christel“, mit dem Karl-Heinz Melerski aus Bordesholm nach Wilster gekommen war. Von zwei Mann musste der im Maßstab 1:25 gebaute Frachter zu Wasser gebracht werden. Im Original war die „Christel“ auf der Büsumer Werft für einen Eigner aus Husum gebaut worden. Melerski, der seit seiner Kindheit Schiffsmodelle baut, erzählte von einer Besonderheit dieses Kümos: Der Laderaum war nicht unterteilt und deshalb für Stück- und Schüttgut der verschiedensten Art einsetzbar gewesen.

Zahlreiche Besucher des Mühlentages an der Rumflether Mühle nutzten die Präsentation der Schiffsmodelle zum Verweilen an der Wilster Au bei sommerlichen Temperaturen. Die Freizeitkapitäne gaben gern Auskunft über ihr Hobby und ihre Schiffe und freuen sich auf ein Wiedersehen am 25. Mühlentag wieder am Pfingstmontag 2018.

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