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Skatclub gereizt : Schlechte Karten für die Tempelbuben

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Die Ehrentafel der Tempelbuben hat im renovierten Clubraum nichts mehr zu suchen – das will der Sportverein nicht. Die Skatbrüder reagieren gereizt.

Von 1985 an bis in den Sommer dieses Jahres hinein hing die Ehrentafel des Skatclub „Tempelbuben“ ununterbrochen im Clubraum II des BSC Nordoe. In dem treffen sich die Clubmitglieder alle zwei Wochen, um beim Spiel entspannen zu können und sich abzulenken. Nachdem die Sportgaststätte sowie der Clubraum II vor wenigen Monaten renoviert worden waren, ist es für den Vorsitzenden der Tempelbuben, Jürgen Krieter, aber nicht mehr so, wie es sein sollte, um unbeschwert Skat zu spielen. Grund: „Die neue BSC-Vorsitzende wollte nicht, dass unsere aus dem Jahr 1970 stammende Ehrentafel mit den Namen unserer Jahressieger an die alte Stelle zurückkommt“, bedauert Jürgen Krieter die Entscheidung der Sportvereinsführung.

„Nach Aufgabe der Vereins-Gastwirtschaft ist ein neues Nutzungskonzept für diese Räumlichkeiten entstanden, die nun auch für private Feiern gemietet werden können“, erklärt dazu Vereinsvorsitzende Silvia Hafemeister gegenüber unserer Zeitung. Vorrangig zur Verfügung stünden sie aber „unseren Mitgliedern sowie ortsansässigen Vereinen und Verbänden“. Und dann kostenlos. „Wir haben dazu – gemeinsam mit unseren Mitgliedern – in umfangreichen Umbaumaßnahmen schöne, schlichte Aufenthaltsräume geschaffen, ohne Pokale, Urkunden und dergleichen.“ Die „Tempelbuben“ seien „langjährige und gern gesehene Gäste“ – auch in der Zukunft. „Wir können sie jedoch nicht anders behandeln als unsere Mitglieder.“ Silvia Hafemeister weist darauf hin, dass das Ehrenschild im oberen Flur unweit des Treppenaufgangs einen neuen Platz gefunden habe: „Und zwar an exponierter Stelle, wo nun weitaus mehr Personen diese Tafel bewundern können als vorher.“

Das sieht Jürgen Krieter aber anders: „An ihrem jetzigen Platz findet die Ehrentafel nicht die Aufmerksamkeit, die sie in dem Raum hatte, wo neben den Skatabenden auch unser Skatfest, gelegentlich Wettkämpfe gegen andere Clubs und unsere Jahresversammlung veranstaltet werden.“

Jürgen Krieter, der immer noch den alten Platz favorisiert, kann die Entscheidung nicht nachvollziehen und hat seinen Einwand gegenüber der BSC-Vorsitzenden auch bereits mehrmals zum Ausdruck gebracht. Sein Hauptargument für eine Platzierung im Clubraum II: „Bisher hatte sich niemand daran gestört, dass unsere Ehrentafel dort an der Wand hängt.“ Im Gegenteil: „Dadurch sind Bürger erst auf uns Tempelbuben aufmerksam und zum Beitritt in unseren Verein animiert worden.“ Unabhängig von dem Streit: Der Skatclub ist stets offen für weitere Mitglieder.

>Kontakt: 04121/ 84804 oder juergen.krieter@gmx.de

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