Wattolümpiade in Brunsbüttel : Schlammschlacht für den guten Zweck

Neue olümpische Disziplin: Schlickschlittenrennen. Foto: Bertschies
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Neue olümpische Disziplin: Schlickschlittenrennen. Foto: Bertschies

Wattolümpiade im Brunsbütteler Elbschlick: Ministerpräsident Torsten Albig entzündete im Regen die olümpische Flamme. Mehr als 300 Wattleten in 34 Teams waren am Start.

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30. Juli 2012, 08:06 Uhr

Brunsbüttel | Nieselregen kurz vor dem Wattkampfstart? Echte Wattleten lachen darüber - und glücklicherweise das Publikum auch: Tausende von Fans ließen sich Sonntag die neunte Wattolümpiade am Elbdeich in Brunsbüttel nicht entgehen, hatten ihren Spaß beim schlammigen Spektakel der über 300 Teilnehmer aus 34 Mannschaften. Diese traten im Wattfußball, Handball, Wolli ball und Schlickschlittenrennen gegeneinander an. Gesamtsieger wurden die "Die tighten moppsgedackelten Watt hunde". Ein Team, dass den Schlickhandball dominiert. Dem FC Wattikan gelang die Titelverdeidigung nicht.
Spaß wurde groß geschrieben. Die Akteure suhlten sich im Modder, das Publikum am trockenen Ufer genoss die Schau im knietiefen Schlick. Im Hintergrund zogen dicke Pötte vorbei. Nachdem Landtagspräsident Klaus Schlie verhindert war, übernahm Ministerpräsident Torsten Albig kurzerhand das Entzünden des olümpischen Feuers. Ihm bereitete das Benefizspektakel zugunsten der Schleswig-Holsteinischen Krebsgesellschaft sicht bares Vergnügen. "Ich finde es gut, dass sich so viele für die gute Sache engagieren", sagte Albig gegenüber unserer Zeitung. Von Wattkampfleiter Oliver Kumbartzky bekam der Landesvater ein Kilo Watt überreicht.

Durch den wetterbedingten Ausfall der Wattolümpiade 2011 hatte Bürgermeister Stefan Mohrdieck erstmals die Aufgabe, die olümpische Fackel zum Turm zu tragen. Gemeinsam mit Bürgervorsteherin Rita Audiger übergab er das hölzerne "Feuer" an Albig.
"Diese Veranstaltung ist zu einem echten Merkmal unserer Stadt geworden", lobte Mohrdieck den unermüdlichen Einsatz der Organisatoren. "Ich finde das ganz großartig."
Sie waren weit über das Watt zu hören und in bester Feierlaune. Das wurde belohnt: Das Team "Ente, Ente, Ente, Ente" erhielt den Titel als lustigste Mannschaft. Den Titel für den lustigsten Namen bekamen die "Inglourious Watt stars". Sie holten zudem im Fußball Bronze hinter den "Männern vom Fluss" und dem FC Schlamassel. Handball: "Die tighten mopsgedackelten Watthunde" vor AGGV Wankendorf und Watt & Win. Wolliball: Gold für die Chemie-Gladiatoren vor dem FC Wattikan und den Wattschlammpen. Neue Disziplin war das aus dem ostfriesischen Greetsiel importierte Rennen mit Schlickschlitten. Hier setzte sich Waterhörn durch, die vor einer Woche bereits in Gereetsiel gewannen. Zweiter wurde der FC Wattikan vor den Ostfriesen aus Krummhörn.

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