zur Navigation springen

Prozess : Schlägerei endet vor dem Amtsgericht

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Zwei Glückstädter wurden vom Amtsgericht wegen Körperverletzung verurteilt. Die beiden 22-Jährigen hatten vor einer Gaststätte eine Prügelei angefangen und dabei mehrere Menschen verletzt.

Weil der schwer kranke 58-jährige Glückstädter sein Auto vor einer Gaststätte nicht wegfahren wollte, unter dem ein 22-jähriger Mann nach einer Musikveranstaltung seine Whiskyflasche versteckt hatte, ging dieser am 9. Dezember 2012 auf den Mann los und trat auf ihn ein. Der Fall endete jetzt vor dem Itzehoer Amtsgericht.

Der 22-jährige Täter und sein gleichaltriger Freund waren schon zuvor in der Kneipe auffällig geworden, weil sie dort eine Frau belästigt hatten. Mehrere Gäste, die den Streit vor der Tür schlichten wollten, wurden unfreiwillig auch Opfer der Schlägerei, trugen zum Teil Gehirnerschütterungen und Prellungen davon. Das 58-Jährige Hauptopfer erlitt Abschürfungen und Blutergüsse, durch die er wochenlang starke Schmerzen gehabt habe. Er forderte deshalb im Rahmen eines Adhäsionsantrages 5000 Euro Schmerzensgeld. Strafrichterin Kristina Krause sprach ihm im Urteil 2000 Euro zu.

Beide Täter sind bereits wegen gefährlicher Körperverletzung mehrfach vorbestraft. Sie entschuldigten sich zwar bei ihren Opfern, zweifelten aber gleichwohl an ihrer Schuld. ,,Wenn ich besoffen bin, bin ich leicht provozierbar“, begründete einer der Angeklagten.

Damit sich das künftig ändert, ordnete Richterin Krause ein Anti-Aggressionstraining sowie Bewährungshilfe an. Sie verurteilte beide wegen Körperverletzung – einen der Männer wegen gefährlicher, den anderen wegen einfacher Körperverletzung – zu einer Geldstrafe von 300 Euro beziehungsweise zu sieben Monaten Freiheitsstrafe, ausgesetzt auf zwei Jahre zur Bewährung.

Karte
zur Startseite

von
erstellt am 01.Okt.2013 | 05:00 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen