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Technischer Defekt : Schiff kollidiert auf der Stör mit Eisenbahnbrücke

vom

Ungebremst rammt die „Stör“ nach einem technischen Defekt die Brücke. Das Führerhaus wird abgerissen. Der Bahnverkehr wird gestört.

shz.de von
erstellt am 01.Mär.2016 | 10:40 Uhr

Itzehoe | Am Montagabend ist ein Binnenmotorschiff auf der Stör mit einer Eisenbahnbrücke kollidiert. Die Besatzung der „Stör“ konnte sich unverletzt retten, der Bahnverkehr von und nach Itzehoe kam für gut zwei Stunden zum Erliegen. Das teilte die Polizei am Dienstag mit.

Gegen 19.30 Uhr wollte die Mannschaft der „Stör“, die für die Firma Trede & Pein unter anderem Getreide und Futtermittel transportiert,  auf dem gleichnamigen Fluss Stör in Itzehoe drehen, um am dortigen Anleger festzumachen. Vermutlich wegen eines technischen Defekts fuhr das Schiff dabei jedoch ungebremst mit etwa sechs Knoten (etwa 10 km/h) und dem Bug voraus unter die Brücke. Dabei wurde das Führerhaus des 80 Meter langen Schiffes abgerissen. Die „Stör“ verkeilte sich unter der Eisenbahnbrücke, Polizei und Feuerwehr rückten aus.

Bei dem Unglück blieben der 46-jährige Schiffsführer und ein 25-jähriges Besatzungsmitglied unverletzt.  Beide blieben auch nach der Kollision an Bord, sorgten laut Beimgraben  gegen 22.30 Uhr dafür, dass die „Stör“ bei ablaufendem Wasser per Handsteuerung zurück an den Kai gefahren werden konnte.   

Da die Eisenbahnbrücke durch den Aufprall augenscheinlich beschädigt war, sperrte die Bundespolizei vorläufig den Bahnverkehr. Nach der Inspektion durch einen Baugutachter konnte der Verkehr um 21.24 Uhr wieder freigegeben werden, denn die Schäden erwiesen sich als „nicht betriebseinschränkend“.

Die „Stör“ ist neben der „Steinburg“ das zweite Schiff von Trede und von Pein. Es fährt zwischen  Itzehoe/Beidenfleth und Hamburg, transportiert Getreide und Futtermittel. „Das Schiff  läuft, seit wir es 1994 übernommen haben, unfallfrei“, sagte Detlef-Hermann Beimgraben. Der Geschäftsführer will die 48 Jahre alte  „Stör“ auf jeden Fall wieder instand setzen lassen, wie hoch der Schaden ist, sei aber noch völlig unklar. „Morgen wird sie aber noch nicht wieder fahren“, sagt Beimgraben zynisch – und mit Blick auf die großen Schäden vor allem an der Steuerung und dem zerstörten Führerhaus auf dem Deck.

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