zur Navigation springen

Schier grenzenloses Klangerlebnis - zwei Musiker konzertieren mit acht Schlägeln

vom

Brunsbüttel | Spielwitz auf 120 Palisanderholz-Klangplatten, die mit einer artistisch anmutenden Vier-Schlägel-Technik in einer beeindruckenden Klangvielfalt zu einem grenzenlosen Tonerlebnis für die Zuhörer wurde, bewiesen Matthias Krohn und Andreas Schwarz am Sonnabend in einem Konzert in der Brunsbütteler Pauluskirche. Die beiden Lübecker bilden das "German Marimba Duo", das weltweit eines der wenigen Ensembles seiner Art für zwei fünfoktavige Marimbas ist. Auch in Brunsbüttel brannten sie ein Feuerwerk der Emotionen ab. Ihre "Musik für die Seele" wurde für alle zu einem unvergesslichen Hör- und Sehgenuss.

Als Vorsitzender des Fördervereins "Freunde der Kirchenmusik Brunsbüttel" freute sich Altbürgermeister Wilfried Hansen über den Besuch der beiden Virtuosen, die sich in den 80er Jahren während ihres Studiums an der Musikhochschule Lübeck kennen gelernt hatten. 1997 verwirklichten sie ihre Idee, Mussorgskis bekannten Klavierzyklus "Bilder eine Ausstellung" für zwei Marimbas zu bearbeiten. Dieses Werk stand auch beim Brunsbütteler Konzert im Mittelpunkt des Programms. Mit einer Vielzahl verschiedener Schlägel, den Mallets, entlockten sie dem überdimensionalen Spielgerät eine große Bandbreite verschiedener Klangschattierungen: hart, weich, voluminös, dick oder dünn. Pastor Peter Marten fiel die Aufgabe zu, die beiden Mitglieder des German Marimba Duo vorzustellen.

Nach den Mussorgski-Klängen und einer Konzertpause, die das Publikum bei einem Glas Wein im Park der Pauluskirche genießen konnte, warteten die beiden Virtuosen mit zwei eigenen Kompositionen auf: dem "Orbis magicus" des 57 Jahre alten Matthias Krohn und dem "Popsong" seines 49-jährigen Musikpartners Andreas Schwarz. Dazwischen begleitete Page Woodworth auf der Violine eine Meditation aus der Oper Thais (1894) von Jules Émile Frédéric Massenet (1842-1912).

Wilfried Hansen dankte den Sponsoren aus der Brunsbütteler Wirtschaft, die dieses Konzerterlebnis durch ihre Unterstützung möglich gemacht hätten. Hansen bedauerte jedoch, dass man an diesem Abend mit einer parallelen Großveranstaltung des Schleswig-Holstein Musik Festivals im Meldorfer Dom kollidiere. "Hier müssen wir noch zu mehr Feinabstimmung kommen", räumte Hansen ein. Gleichwohl sei der Förderverein bemüht, in der Elbeforum-freien Zeit "das kulturelle Sommerloch" zu überbrücken.

Das vielfältige Musikangebot werde am 25. August um 19 Uhr mit dem "Sommernachtstraum" fortgesetzt. Am 31. August folge in Zusammenarbeit mit dem Elbeforum ein A-Capella-Konzert eines lettischen Chores. Die Latvian Voices werden ebenfalls in der Pauluskirche zu hören sein.

zur Startseite

von
erstellt am 06.Aug.2013 | 05:59 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen