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Kultur : Schenefeld ist „Baby des Festivals“

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Zum vierten Mal findet ein SHMF-Konzert in der Bonifatius-Kirche statt

Im 30. Jahr seines Bestehens stellt das Schleswig-Holsteinische Musik Festival (SHMF) vom 2. Juli bis zum 28. August Joseph Haydn, den Vater der Wiener Klassik, ins Zentrum seines Programms. Das zum vierten Mal in der Schenefelder Bonifatius-Kirche stattfindende Konzert bezeichnete Frank Siebert, Leiter der Konzertplanung, im Hinblick auf den noch jungen Festivalstandort, liebevoll als „Baby des Festivals“.

Gleichzeitig betonte er aber auch, dass es ihm besonders viel Spaß bereite, für die Gemeinde Schenefeld geeignete Künstler zu finden. „Hier habe ich den Eindruck, dass die Menschen sich engagieren und die Begeisterung für die Musik einfach da ist.“ Längst habe er zudem erkannt, dass sich eine gute Festivalstimmung in der Gemeinde breit mache. „Genau das ist es, was wir brauchen.“ Dass unter den mehr als 170 Konzerten in 57 Orten an 104 Spielstätten in Schleswig-Holstein, Hamburg, Dänemark und Niedersachsen auch wieder die Gemeinde Schenefeld zu finden sei, sei in erster Linie der engagierten Kulturinitiative Schenefeld sowie den zahlreichen Sponsoren und Spendern zu verdanken.

So kommen am Freitag, 22. Juli, ab 20 Uhr Liebhaber klassischer Musik auf ihre Kosten. „Wir haben drei extrem tolle und hochkarätige Solisten gefunden, die sich zu einem Ensemble zusammengefunden haben“, sagte Siebert. Das Ensemble „Cellissimo“ wird die Konzertbesucher mitnehmen auf eine Reise durch die Musikgeschichte und diverse Länder. Die Musiker Jens Peter Maintz aus Deutschland, Chiara Enderle aus der Schweiz und Andrei Ionita aus Rumänien warteten mit einem Programm auf, das auch einige Raritäten bereithalte. „Haydn spiegelt sich mit dem Divertimento D-Dur und zwei Duos in D-Dur gleich dreimal in dem Konzert wider“, erklärte der Konzertplaner. Zudem werden die Cellisten Werke der Komponisten Couperin, Kraft und Beethoven spielen. „Von einem reinen Cello-Ensemble geht immer eine gewisse Faszination aus“, meinte Sievers. Das zeige sich besonders deutlich, wenn lediglich drei Cellisten zusammen musizieren, weil diese im Zusammenspiel deutlich stärker solistisch agierten als ein größeres Ensemble.

„Jeder von ihnen ist ein Meister seines Faches“, fügte er hinzu. So gewann Jens Peter Mainz unter anderem schon den ersten Preis beim internationalen ARD-Wettbewerb, wurde Solo-Cellist beim deutschen Symphonie-Orchester Berlin und übernahm 2004 eine Cello-Professur an der Berliner Universität der Künste. „Der Echo-Preisträger gilt als einer der vielseitigsten Cellisten unserer Zeit“, betonte Sievers, der auch die erst 23-jährige Enderle als ein „wahrhaft beeindruckendes“ Talent bezeichnete. Sie gewann gleich bei zwei internationalen Cello-Wettbewerben den ersten Preis. Als mehrfacher Preisträger internationaler Wettbewerbe machte sich Andrei Ionita einen Namen. Er erspielte sich unter anderem den ersten Preis der Aram Khachaturian International Competition, den zweiten Preis beim internationalen ARD-Musikwettbewerb sowie den Sonderpreis für die beste Interpretation eines Auftragswerkes. Der große internationale Durchbruch kam im vergangenen Jahr mit dem ersten Preis des internationalen Tschaikowsky-Wettbewerbes in Moskau.

Erfreut zeigten sich auch die Mitglieder der Kulturinitiative. „Das Festival genießt mittlerweile weit über die Landesgrenzen hinweg einen ausgezeichneten Ruf“, unterstrich Johann Hansen und machte deutlich, dass sich diese hochklassigen Konzerte jedoch nicht alleine durch die Eintrittsgelder finanzieren lassen. Spenden, gerne auch in Kombination mit Eintrittskarten für das Konzert, können auf das Spendenkonto bei der Sparkasse Westholstein, IBAN DE88222500200090228578, eingezahlt werden.  

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Weitere Informationen erteilt Johann Hansen von der Kulturinitiative unter 04829/2145220 oder 0176-61412720

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