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Norddeutsche Rundschau

16. Dezember 2017 | 10:24 Uhr

Auktion : Schafe unterm Hammer

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

30 hochwertige Zuchttiere wechseln den Besitzer beim Bockmarkt in der Neuenbrooker Reithalle.

„Der erste Preis ist immer der Günstigste – aber da geht noch mehr“, ruft Kally Fischer durch die Neuenbrooker Reithalle Kölling. Doch bevor der Auktionator zum ersten Mal den Zuschlag per Hammer erteilt, nehmen die rund 80 Hobbyschafzüchter und Interessierten die Schafböcke genauer unter die Lupe. Und die sind mächtig aufgeregt. Unaufhörlich blöken die Tiere, während sie von den Züchtern an einer Leine durch den Ring geführt werden.

Unterdessen preist Fischer mit markanter Stimme das Tier an, um einen Höchstpreis zu erzielen. „Mensch, der Bock wiegt 66 Kilogramm – da geht mehr als nur 200 Euro“. Bei 220 Euro ist dann doch Schluss, so dass das Tier am Ende seinen Stall wechselt.

Dann erscheint ein hochprämierter Bock in der Arena, den Fischer als „Prachtexemplar“ ankündigt. Schnell geht die erste Hand in die Höhe, dann die zweite. Die Summe steigt und steigt. „Zum Ersten, zum Zweiten und zum…“. Kurze Pause und Fischer wirbelt noch einmal gelassen mit seinem Hammer in der Luft herum und droht lautstark mit dem entscheidenden Schlag. „Zum Dritten“, hört man schließlich zur Erleichterung des zuletzt Bietenden, der auch diesem Bock einen neuen Stall bietet.

Zum wiederholten Male hatte der Landesverband der schleswig-holsteinischen Schafzüchter zu dem Bock-Markt in die Neuenbrooker Reithalle Kölling eingeladen. „In diesem Jahr haben wir elf Züchter mit rund 30 hochwertigen Zuchttieren unterschiedlicher Rassen dabei“, freute sich die Verbandsgeschäftsführerin Janine Bruser . Die deutschen weißköpfigen Fleischschafe werden am häufigsten angeboten, es sind aber auch deutsche schwarzköpfige Fleischschafe, Texel, Suffolk, Shropshire und Charollais vertreten. „Der beste Bock ist mit 350 Euro aus der Zucht von Margret Haase aus Seeth-Ekholt weggegangen“, stellt der Auktionator nach der Versteigerung zufrieden fest. Überhaupt sei es eine sehr gute Veranstaltung gewesen.

Vorausgegangen war der Auktion eine Körung und Prämierung. „Insbesondere wird dabei auf die Wolle und die Bemuskelung eines jeden Tieres geachtet“, sagt Bruser. Zudem seien die äußere Erscheinung, das Gewicht sowie die durch Sonographie gemessene Rückenfettdecke und Rückenmuskulatur von großer Bedeutung.

Die Besten der Besten gehen nochmals in den Ring, um als Rassesieger prämiert zu werden. Dazu gehörten unter anderem die weißköpfigen Fleischschafe der Züchter Kai Fischer aus Sommerland, Wiebke Thormaehlen-Ahmling aus Elskop, Jan-Wilhelm Ahmling aus Elskop und Professor Dr. Kay Poggensee, dessen Mutterlamm mit der Note eins bewertet wurde.

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