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Norddeutsche Rundschau

23. Oktober 2017 | 06:52 Uhr

Weihnachtsmarkt : Schätze und kleine Welten

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Tausende Besucher kommen zum Weihnachtsmarkt im Itzehoer Kulturhof. Rund 60 Aussteller zeigen große Vielfalt. Erlös fließt in die Jugendarbeit des Kulturhofs.

shz.de von
erstellt am 09.Dez.2013 | 05:00 Uhr

Der 14. Kunsthandwerkermarkt im Kulturhof war ein Besuchermagnet. „Wir hatten den erfolgreichsten Start, seit wir das machen“, erklärte Sören Zanner, Inhaber der Musikschule. „Es ist total gut angenommen.“ Mehrere tausend Besucher schauten sich an den Ständen der rund 60 Aussteller um.

Von Arbeiten aus Holz und Metall über Stoffe, Wolle, Filz, Keramik bis hin zu Glasbläserei, Schmuck, Seifen oder Buchbindearbeiten gab es viel zu bestaunen. Der Eintritt von einem Euro soll in die Jugendarbeit des Kulturhofes fließen. „Viele sagen, es sei der schönste Markt, den wir je hatten“, sagte Sören Zanner. Richtig zugeschlagen hatte Anke Olias: „Ich habe schon jede Menge gekauft. Mein Portemonnaie war leer, ich musste noch mal Geld holen.“ Neben Stulpen, einem gewebten Kissenbezug und Filzzwergen hatte sie gerade eine Box bei der Buchbinderin erstanden. „Ich liebe einfach die Atmosphäre hier“, sagte sie.

In Kauflaune waren auch Hans-Peter und Margit Micheel. Da er selbst malt, interessierten ihn vor allem die Arbeiten der Maler. „Vielleicht werde ich hier auch mal ausstellen“, sagte Hans-Peter Micheel. „Es ist sehr gut, hell und freundlich und allgemein ansprechend.“ Der Kunsthandwerkermarkt sei eine Bereicherung für die Stadt. „Jeder macht ja etwas anderes, es sind alles Unikate.“ Seine Frau hatte gerade ein handgewebtes Geschirrtuch bei Margaret Röhrig von der Handweberei Schafgarbe gekauft. Ihre Meinung zum Markt war eindeutig: „Insgesamt ist es: Wow! Richtig schön, die Leuten haben sich etwas ausgedacht.“

Kaum zum Arbeiten kam Gehrt Schröder von „Die kleine Welt in der Zigarrenkiste“. Eigentlich wollte er die eine oder andere Figur für seine Miniaturwelten in Zigarrenkisten weiterschnitzen. „Ich habe einen riesigen Zulauf, sehr viel Interesse“, sagte er. „Es gibt derartige Werke bisher nicht.“ An seinem Stand konnte man neben fertigen Werken auch die Entstehung des Szenenbildes „Maskenball“ aus dem Phantom der Oper verfolgen. „Ich hab schon einen Fusselmund. Alle haben so viele Fragen“, erklärte er. Seine Zigarrenkiste „Bücherwurm“ hatte er bereits 15 Minuten nach Öffnung des Marktes verkauft.

Zufrieden zeigte sich auch Kai Biermann, der mit seiner Silberwerkstatt eines der ungewöhnlicheren Angebote auf dem Markt hatte. Mit Windspielen aus altem Silberbesteck, Spiegelvasen aus Messerheften und Ringen aus Schreibmaschinentypen lockte er die Besucher an. „Ich bin fast ausverkauft“, sagte er. „Es ist immer interessant, was die Leute kaufen und was sie liegen lassen.“ Schön seien aber auch die vielen Gespräche mit den Besuchern.

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