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Pendler : Schach gespielt wird in der Betriebsmannschaft

vom
Aus der Redaktion der Glückstädter Fortuna

Heiko von der Lieth (45) fährt täglich mit der Bahn nach Hamburg

Viele Menschen fahren mit der Bahn zur Arbeit. Wir stellen in einer Serie Pendler vor. Heute: Heiko von der Lieth

In der Ruhe liegt für Heiko von der Lieth (45) aus Glückstadt auch die Kraft, denn der Angestellte im Qualitätswesen der Deutschen Telekom in Hamburg spielt in der Betriebsmannschaft des Konzerns Schach. „Um das zu können, muss ich aber flexibel genug sein, auch einmal einen späteren Zug nach Hause nehmen zu können“, sagt er. Denn die Trainingsstunden sind direkt nach der Arbeitszeit.

Der Glückstädter fährt seit 1998 täglich mit dem Zug von Glückstadt aus zur Arbeit, nutzt um 6 Uhr oder 6.50 Uhr die NOB bis Altona und fährt dann mit der S-Bahn zurück bis Stellingen. „Wahlweise kann ich auch in Pinneberg aus- und dort in die S-Bahn bis Stellingen umsteigen.“

Die Zeit pro Fahrt beträgt eine Stunde, er ist insgesamt zehn Stunden außer Haus. „Das sollte sich nicht noch verlängern, weil ich nach der Arbeit auch noch gerne für meine Familie da bin“, sagt der Vater von zwei Kindern, einer Tochter (15) und eines Sohnes (9). „Ich möchte mich abends noch um den Kleinen kümmern, bevor er ins Bett muss.“

Die Fahrt mit der NOB hat er schätzen gelernt. „Es ist immer sehr entspannt und kurzweilig. Man kann sich unterhalten, etwas lesen oder mit dem Handy Nachrichten lesen.“

In Hamburg ist er auch sportlich aktiv. „Ich besuche zwei Mal in der Woche das Fitness-Studio direkt am Altonaer Bahnhof.“ Auch da trifft es sich gut, dass er mit der NOB flexibel ist. „Ich kann mit einem späteren Zug zurückfahren. Wenn aber nach einer Streichung von NOB-Halten in Glückstadt abends keine NOB-Züge mehr fahren, könnte ich mir den Sport schenken.“

Er ist auch in Glückstadt aktiv, als Mitorganisator des City-Laufs des ETSV Fortuna Glückstadt. „Da benötige ich abends einige Zeit, um dort mitzumachen.“

Von Zeit zu Zeit muss Heiko von der Lieth für Dienstreisen zum Hamburger Flughafen, wobei ihm die zügige NOB-Verbindung hilft oder er kommt mit dem Fernzug in Hamburg an. Da schätzt er diese Verbindung ebenso. „Sie ist genauso wichtig, um Anschlüsse zu kriegen. Ich habe mir abgewöhnt, mit dem Auto nach Hamburg zu fahren, denn ich komme auch im Zug gut nach Hause, bin passionierter Bahnfahrer geworden, denn die Kosten halten sich im Vergleich zum Auto die Waage.“

Der Familienvater ist extra von Hamburg nach Glückstadt gezogen. Mit der Erwartung, keinen Zweitwagen haben zu müssen. Dafür wurde geworben. „Es hieß damals noch, die S-Bahn aus Hamburg kommt nach Glückstadt. Die kam nie, aber ein HVV-Beitritt wäre gut gewesen.“

Mit der Familie pendelt er auch ab und zu nach Sylt, weil die Schwiegermutter da wohnt. „Wir hätten dann auch einen Zug weniger dorthin.“ So weit gehen und deswegen aus Glückstadt weg zu ziehen, will er nicht. Aber beim Gedanken daran ist es mit der Ruhe des Schachspielers vorbei. „Was zu überlegen wäre: wieder mit dem Auto zu fahren – auch zur Arbeit.“

 

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erstellt am 07.Mai.2014 | 05:00 Uhr

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