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Norddeutsche Rundschau

20. Oktober 2017 | 17:15 Uhr

Festwoche : Sauer-Orgel vor dem Härtetest

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Das Musikinstrument wird nach der Restaurierung im Rahmen einer Festwoche in Kellinghusen vorgestellt. Offizielle Wiedereinführung am 7. Februar

von
erstellt am 28.Jan.2016 | 05:45 Uhr

„Wir wollen den Besuchern die Möglichkeit geben, die Orgel zu erleben und neu kennen zu lernen.“ Diese Ankündigung setzt Kirchenmusiker Christoph Jacobi in der kommenden Woche mit einer Orgelfestwoche um. Von Montag bis Sonntag finden täglich Konzerte in der St. Cyriacus-Kirche statt – mit unterschiedlichen Organisten.

Auf den unverwechselbaren Klang der Sauer-Orgel mussten die Gottesdienstbesucher lange verzichten. Denn das Musikinstrument war über ein dreiviertel Jahr zur Reparatur und Aufarbeitung bei der Firma Scheffler in Brandenburg (wir berichteten). Auf die Reise gingen 5000 Teile, darunter 3200 Pfeifen, die teilweise saniert, auf jeden Fall aber gereinigt werden mussten. 175  000 Euro kostete die Kirchengemeinde die Restaurierung des wertvollen Instruments. Diese war notwendig, weil die Orgel zuvor kein volles und reines Klangerlebnis mehr bot. In der Weihnachtszeit war das Musikinstrument dann zwar wieder einsatzbereit, doch für eine Orgelfestwoche mit Einweihung reichte die Zeit nicht. Dies soll jetzt vom 1. bis 7. Februar nachgeholt werden.

Christoph Jacobi hat in der Zwischenzeit das neue, alte Instrument bereits kennen und lieben gelernt. „Die Orgel ist eine große Bereicherung für mich und für die Gemeinde.“ Der Kirchenmusiker freut sich über einen „vollen Sound“, der wieder den Klangvorstellungen von Wilhelm Sauer entspricht. Doch obwohl das Instrument 1930 von der romantisch geprägten Firma Sauer gebaut worden sei, könnten auf ihr auch Stücke von Komponisten aus anderen Zeiten gespielt werden. „Das Instrument bietet alle Möglichkeiten“, betont Jacobi. Und die können die Besucher während der Orgelfestwoche aus Anlass der Wiedereinweihung der restaurierten Sauer-Orgel erleben. Christoph Jacobi hat dazu Organisten und Musiker eingeladen, die er entweder von früher kennt oder die bereits in Kellinghusen und Umgebung gespielt haben. Den Auftakt macht Jacobi am Montag unter anderem mit Kompositionen von Bach, Buxtehude und Mendelssohn. „Ich möchte unterschiedliche Musik aus den Epochen von der Renaissance bis in die 1950er Jahre spielen, um die Möglichkeiten der Orgel aufzuzeigen.“

Das Programm der anderen Organisten kennt Jacobi noch nicht, dies „wird auch für mich eine Überraschung“. Dabei gibt es ein Wiedersehen für die Kellinghusener mit einem alten Bekannten. Sonnabend, 6. Februar, ist der Organist Christoph Hauschild zu Gast, einer der Vorgänger des jetzigen Kirchenmusikers Christoph Jacobi.

Einlass zu den einstündigen Konzerten ist jeweils um 18 Uhr, Beginn ist um 19 Uhr. Karten gibt es ausschließlich an der Abendkasse zum Preis von 10 Euro. Die Orgelwoche endet mit einem Festgottesdienst am Sonntag, 7. Februar. Beginn ist um 11 Uhr. An diesem Tag wird die Orgel dann ganz offiziell wieder in Betrieb genommen.

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