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Norddeutsche Rundschau

18. Dezember 2017 | 23:54 Uhr

Sasol greift Schule unter die Arme

vom

Chemiekonzern und Gemeinschaftsschule am Hamberg vereinbaren Zusammenarbeit/Unterstützung für Gymnasiale Oberstufe signalisiert

shz.de von
erstellt am 18.Mai.2013 | 03:59 Uhr

Burg | "Heute ist ein großer Tag", sagte Johann Waller. Der stellvertretende Leiter der Gemeinschaftsschule am Hamberg unterzeichnete gestern gemeinsam mit Chemiefachleiterin Stephanie Geschke, Sasol-Ausbildungsleiter Wolfgang Pfeffer und Tanja K. Sandring von der IHK Flensburg einen Kooperationsvertrag zwischen der Gemeinschaftsschule und dem Brunsbütteler Chemieunternehmen Sasol. Neben den Grundschulen in Buchholz und Friedrichskoog ist die Gemeinschaftsschule in Burg die dritte Bildungseinrichtung, mit der Sasol einen auf der Landespartnerschaft "Schule und Wirtschaft" basierenden Vertrag unterhält.

Sasol ist somit ein starker Partner der IHK und der Handwerkskammer, die in Zusammenarbeit mit dem Wirtschaftsministerium, das Ziel verfolgen, flächendeckend die enge Zusammenarbeit zwischen Schulen und Betrieben zu fördern.

"Wir bedauern, dass die Schule in Burg bislang noch nicht bei der Beantragung einer gymnasialen Oberstufe berücksichtigt wurde, sondern vornehmlich Schulen an der Ostküste bei den Entscheidungen bedacht wurden", sagte Wolfgang Pfeffer im Rahmen der Vertragsunterzeichnung.

"Noch ist diesbezüglich nichts entschieden, wir stehen noch in Verhandlungen. In Kiel konnten wir gute Argumente vorbringen, die auch als solche gewertet wurden", erklärte Amtsvorsteher Reimer Borchers. Pfeffer sicherte der Schule die Unterstützung des Brunsbütteler Unternehmens bei den Bemühungen um die Einführung einer Oberstufe zu.

Seit über 30 Jahren sei die Ausbildung an der Burger Schule insbesondere naturwissenschaftlich geprägt, unterstrich Johann Waller. Markante Zeichen hierfür sind unter anderen die Jugendwaldspiele, aber auch die zwei naturwissenschaftlichen Räume. "Es ist sehr, sehr ungewöhnlich, dass eine Schule über zwei solch hervorragend ausgestatteter Räume verfügt. Hier hat das Amt viel Geld investiert", hob der stellvertretende Schulleiter hervor.

"Wir freuen uns auf die noch intensivere Zusammenarbeit mit der Gemeinschaftsschule", unterstrich Pfeffer. Ganz neu ist das Miteinander nicht. Insbesondere in den vergangenen zwei Jahren gab es viele Berührungspunkte. So konnten Schulklassen beispielsweise das Chemielabor der Sasol besuchen und anhand erster kleinerer Versuche die Bedeutung des Gelernten in der Schule erkennen. "Für die Schüler bekommt ein und derselbe Versuch in unseren Laborräumen eine ganz andere Ernsthaftigkeit, als er es in der Schule hat", so Pfeffer. Daher sei es wichtig, den Schülern durch solche Kurzbesuche mit den Schulklassen oder auch durch Praktika die Praxis näher zu bringen.

"Im Laufe der Jahre haben wir in Rahmen vieler Gespräche herausgefunden, was für Ansprüche die Firmen an die jungen Menschen stellen und einen parallelen Stundenplan entwickelt", sagte Waller. In den MINT-Kursen und Wahlpflichtkursen Naturwissenschaft setzten sich die Kinder abseits des vorgegeben Unterrichts mit diesen Lehrinhalten auseinander. Innerhalb der wöchentlichen sechs Extra-Stunden, die die Schüler der MINT-Kurse ab der siebten Klasse haben, befassen sie sich mit technischen, naturwissenschaftlichen Themenfeldern und Informationstechnik.

Als kleines Zeichen der Zusammenarbeit bekam die Gemeinschaftsschule 30 Laborkittel gestiftet, darüber hinaus wurden die 26 Schüler der MINT-Gruppen eingeladen, gemeinsam mit Sasol-Ausbildungsleiter Wolfgang Pfeffer die Ideen-Expo am 26. August in Hannover zu besuchen.

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