Projekte diskutiert : Sanierungen 2014 im Mittelpunkt

Bauausschuss-Mitglieder beraten über geplante bauliche Maßnahmen fürs nächste Jahr.

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07. November 2013, 04:59 Uhr

Im Vorfeld der Haushaltsberatungen befassten sich die Mitglieder des Bauausschusses unter Vorsitz von Sven Horstmann (CDU) mit aus ihrer Sicht notwendigen baulichen Unterhaltungsmaßnahmen und Investitionen vornehmlich in 2014, aber auch in 2015. Dabei wurden die von der Verwaltung vorgelegten Maßnahmen diskutiert und bewertet.

Mit winterlicher Kälte zu kämpfen haben die Besucher, beziehungsweise Nutzer des ehemaligen Bahnhofs (Jugend & Beruf) und des Alten Rathauses. „Im alten Bahnhofsgebäude ist die Heizung auf“, erläuterte Roman Stöckmann, Leiter technisches Bauamt, zudem soll der Schornstein zurückgebaut werden, der nicht mehr genutzt werde. Kosten dieser Maßnahmen in 2014: rund 10 000 Euro. Etwa 8000 Euro sollen in die Erneuerung der Heizungssteuerung im Alten Rathaus investiert werden. Die Pumpe ist defekt, die Rohre sind nicht isoliert, der Schieber ist veraltet. Die Fraktionsvorsitzenden beider Parteien, Mark Dethlefs (CDU) und Manfred Schmiade (SPD), bestätigten, dass es schon jetzt bei Veranstaltungen zu kühl wird, um es im Alten Rathaus länger auszuhalten. Dethlefs schlug vor, mit dem Amt für Denkmalschutz ins Gespräch zu kommen, ob nicht – begrenzt auf die Wintermonate – zusätzlich die Fenster von innen mit vorgesetztem Plexiglas isoliert werden könnten. So würden die Besucher vor der enormen Zugluft geschützt.

Kosten verursacht auch das Neue Rathaus, dessen Gebäudesanierung vorerst mit geschätzten 70 000 Euro im Maßnahmenplan vorgesehen ist. Eine genaue Kostenermittlung werde zurzeit vorgenommen, ergänzte Roman Stöckmann, Architektin Christine Scheer werde in der nächsten Bauausschuss-Sitzung am 21. November das Ergebnis ihrer Untersuchung vorstellen. Im ebenfalls denkmalgeschützten Colosseum werden die Überprüfung der technischen Anlagen und die teilweise Erneuerung des Bodenbelages notwendig.

Hoch zu Buche schlagen erneut die Maßnahmen im Rahmen der Selbstüberwachungsverordnung (Süvo) – der zweite Teil der Dichtheitsprüfung des Kanalnetzes. Und natürlich die Unterhaltung von Straßen und Wegen im Stadtgebiet (345 000 Euro). Darüber hinaus wurden speziell die Unterhaltung der Spielplätze (25 000 Euro), die Straßenbeleuchtung (80 000 Euro) und die Brückenprüfung und -erneuerung angesprochen. In 2014 soll die Straßenbeleuchtung Neustadt und Krumwehl erneuert werden, der Klosterhof wird folgen. Auch eine zusätzliche Radwegbeleuchtung für die Neue Burger Straße ist für die Folgejahre im Gespräch. Mark Dethlefs regte konsequenterweise auch eine neue, hellere Beleuchtung in der Innenstadt an. „Da gibt es ganz dunkle Bereiche.“

Ein Prüfbericht zur Brücke in der Neustadt ist eingetroffen, der Brückenzustand wurde mit den Noten 2 bis 3 bewertet. Stöckmann: „Das heißt, es gibt hohen Bedarf.“ Einer der Makel: Das Brückengeländer ist 20 Zentimeter zu niedrig. Ebenfalls einer Prüfung unterzogen werden müssen danach die Brücken in der Allee und Michaelsenstraße.

Im Bereich der Investitionen ist die Errichtung einer 34-Kilowatt-Photovoltaikanlage zum Eigenverbrauch auf der Übergabestation Landrecht vorgesehen. Für 2015 oder später zusätzlich die Errichtung einer kleinen 50-Kilowatt-Windkraftanlage, je nachdem wie sich die Photovoltaikanlage auswirke. Ein weiterer Investitionsbereich allerdings gibt noch Rätsel auf: Der Investor, der eine Photovoltaikanlage im Gewerbegebiet errichten will, hat diese noch immer nicht realisiert. Bürgermeister Walter Schulz wird in einem persönlichen Gespräch klären, welche konkreten Pläne es jetzt gibt. Schließlich erbringe die Stadt Vorleistungen.

Ein Großprojekt (rund 1,2 Millionen Euro) für 2014 ist die Sanierung des Wilstermarschstadions, dessen Finanzierung über die Städtebauförderung läuft. Dazu bedarf es zunächst eines Sportstättenplaners. Wer beauftragt werden soll, darüber wurde anschließend nicht öffentlich beraten, was sowohl CDU als auch SPD bedauerten, die mehr Transparenz für den Bürger wünschten, wie Mark Dethlefs anmerkte. Die Verwaltung nannte den Grund in dem Vergleich der persönlichen Angebotspreise.

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