zur Navigation springen

Brunsbütteler Jakobuskirche : Sanierung erfordert Millimeterarbeit

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Muschelkalkfarbe und Holzarten wie vor 300 Jahren für ein Brunsbütteler Schmuckstück: Die Jakobuskirche wird für rund 90 000 Euro saniert.

Mit Pinsel und Farbe, Säge und Hobel: In den letzten vier Monaten dieses Jahres sind Handwerker außen und innen in der Jakobuskirche in Brunsbüttel bei der Arbeit . „Vorerst haben wir Gesamtkosten von zirka 90 000 Euro kalkuliert“, teilte auf Anfrage die Architektin Anne Albrecht aus Heide zu den jetzt begonnenen Sanierungsarbeiten mit. Das Architekturbüro Albrecht ist von der Kirchengemeinde Brunsbüttel mit der Planung, Ausschreibung und Baubegleitung beauftragt worden.

Pastor Ingo Pohl hatte schon im Frühjahr auf gravierende Schäden an dem Gotteshaus hingewiesen, das ein zentrales Schmuckstück in Brunsbüttel-Ort ist. Zurzeit sind der Malerbetrieb Ole Peters aus Marne und die Tischlerei Grothusen aus St. Michaelisdonn den hohen Kirchenfenstern zu Leibe gerückt. Insgesamt zwölf Fenster sind von den Witterungseinflüssen so in Mitleidenschaft gezogen worden, dass schnelles Handeln notwendig wurde.

Der Zustand der rund 300 Jahre alten Fenster ist insgesamt aber noch so gut, dass nur Teile der Rahmen erneuert beziehungsweise „geflickt“ werden müssen. Vom Tischlergesellen Peter Martens ist deshalb Millimeterarbeit gefragt, wenn er die akkurat gehobelten Eichen- und Pitchpine-Teile in den Rahmen einpasst. „Wir verwenden dafür die gleichen Holzarten, wie sie vor 300 Jahren verarbeitet wurden.“

Zur gleichen Zeit ist sein Kollege André Schubert damit beschäftigt, die unterhalb eines Fensters stehenden Gedenktafeln zu verkleiden und sie vor Bauschäden zu schützen.

Auf dem Baugerüst arbeiteten auch Fachleute des Malermeisters Ole Peters, um die Fenster und Türen mit einem neuen Farbanstrich zu verschönern. Dafür war eigens eine Restauratorin nach Brunsbüttel gekommen, um die zu verarbeitenden Farben auf Leinölbasis auszuwählen. Wie schon in der Vergangenheit, werden dabei Fensterflügel und Türen weiß und die Rahmen mit einem hellen Blau gestrichen.

Einbezogen in die Sanierungsarbeiten wird auch das Innere des Gotteshauses, dessen Mauerwerk stark von Salpeter befallen ist. Dabei ist es zu zum Teile großflächigen Ausblühungen gekommen. Diese gilt es sorgfältig abzutragen und dann den Innenanstrich mit weißer Muschelkalkfarbe neu zu streichen. „Wir haben vier Monate Bauzeit geplant“, verriet Architektin Anne Albrecht. Wenn alles reibungslos klappt, könnte schon zu Weihnachten die Kirche in neuem Glanz erstrahlen. Aber Albrecht lässt sich nicht drängen: „Es soll ja auch alles gut werden“, lässt sie sich zeitlich nicht festlegen.

Karte
zur Startseite

von
erstellt am 23.Sep.2014 | 11:57 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen