Wasserbau : Sanierung der Schleuse voll im Zeitplan

Normalerweise steht hier vier Meter hoch das Wasser der Wilster Au. Die erfolgreiche Trockenlegung der Schleuse Kasenort macht nun den Blick auf eine fast 100 Jahre alte Bausubstanz frei.
Normalerweise steht hier vier Meter hoch das Wasser der Wilster Au. Die erfolgreiche Trockenlegung der Schleuse Kasenort macht nun den Blick auf eine fast 100 Jahre alte Bausubstanz frei.

Nach Trockenlegung des Industriedenkmals in Kasenort: Weniger Schäden als befürchtet.

shz.de von
20. Juni 2018, 05:21 Uhr

Was Roman Stöckmann da sieht, nötigt ihm größten Respekt ab: „Hut ab!“ kommentiert der Leiter des Bauamts Wilstermarsch die Arbeit der Ingenieure und Arbeiter beim Bau der Schleuse Kasenort. Tatsächlich präsentiert sich das 95 Jahre alte und unter Denkmalschutz stehende Bauwerk noch immer in ordentlichem Zustand. Richtig sichtbar wurde das erst, nach dem die Schleuse komplett trockengelegt ist. „Das ist verdammt guter Stampfbeton“, freut sich Stöckmann, dass sich das Mauerwerk in deutlich besserem Zustand als befürchtet präsentiert.

Zunächst war unklar, welche Schäden genau tatsächlich auftauchen werden. Immerhin stehen große Teile der Schleuse normalerweise ja tief im Wasser der Wilster Au und werden dabei noch durch ständig wechselnde Wasserstände stark belastet.

Mit der Abschottung zur Stör hin, konnten die Schleuse dann für die laufenden Sanierungsarbeiten freigepumpt werden. Wasserbauer von der Borsflether Peters Bau GmbH konnten dem genauen Schleusenzustand dann im wahrsten Sinne auf den Grund gehen. Das erste Paar der ebenfalls betagten Schleusentore wurde per Schute bereits zur Generalüberholung zu einer Firma in Brunsbüttel abtransportiert.

Insgesamt, so freut sich Stöckmann, habe die Trockenlegung sehr gut funktioniert. Und das, was an Schäden zu Tage trat, nennt er „beherrschbar“. Tatsächlich sind für den Laien allenfalls ein paar Risse im Mauerwerk erkennbar. Und die waren zum Teil sogar schon vorher bekannt.

„Derzeit laufen viele Arbeiten parallel. Wir sind aber voll im Zeitplan“, schließt Stöckmann. Vorsichtig optimistisch fügt er hinzu: „Wenn alles ganz glatt läuft, sind wir Ende Oktober sogar fertig.“

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