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Norddeutsche Rundschau

22. August 2017 | 09:57 Uhr

Schulbau : Sanierung der Fassade rückt näher

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Das Gymnasium in Brunsbüttel darf hoffen, dass Gelder im städtischen Haushalt frei werden.

Werden von der Stadtpolitik die Regional- und zukünftige Gemeinschaftsschule sowie das Gymnasium gegeneinander ausgespielt? Diesen Vorwurf mussten sich Ratspolitiker bei der Schulkonferenz des Gymnasiums anhören. Es ging um die Fassadensanierung. Die gilt als überfällig, ist aber derzeit im Stadthaushalt mit Sperrvermerk versehen.

„Mit ihren Aussagen zetteln sie einen Krieg zwischen den Schulen an. Es ist ein Ausspielen der Schulen, Schüler und Bürger auf höchstem Niveau, was hier stattfindet“, zeigte sich nicht nur Elternbeiratsvorsitzende Dorothee Walper verstimmt. Insbesondere CDU-Fraktionsvorsitzender Peter Hollmann goss mit seiner Anmerkung, dass der Bau einer neuen, rund 15 Millionen Euro teuren Gemeinschaftsschule durchaus negative Folgen für die Sanierung der Außenfassade des Gymnasiums haben könnte, Öl ins Feuer. „Wir können lediglich der Sanierung der Fachräume am Gymnasium zustimmen, alles andere muss in die Warteschleife, bis wir überblicken, können wie wir das alles finanzieren können.“ Unter dieser Bedingung sei die CDU bereit, sich für die Aufhebung des Sperrvermerks im Zuge der heute stattfindenden Ratsversammlung auszusprechen.

Sabine Mewes (SPD) unterstrich nochmals die Haltung ihrer Fraktion, sowohl den Neubau einer Regionalschule als auch die geplante Sanierung des Gymnasiums schnellstmöglichst umzusetzen. Während sie sich zunächst dafür aussprach, einer Aufhebung des Sperrvermerks nur zustimmen zu können, wenn beide Baumaßnahmen als Gesamtpaket gesehen werden, ruderte sie im Lauf der Diskussion zurück und erklärte, dass auch die SPD einer Aufhebung des Sperrvermerks zustimmen werde, damit die Sanierung des naturwissenschaftlichen Trakts in Angriff genommen werden kann.

„Solch ein Durcheinander habe ich noch nie erlebt“, sagte Oliver Kumbartzky. Über den Neubau einer Gemeinschaftsschule sollten die Bürger, mit Blick auf die wirtschaftlichen Konsequenzen entscheiden. Der Sperrvermerk müsse aufgehoben werden, damit am Gymnasium etwas passiere, forderte der FDP-Ratsherr.

Gleichermaßen verwundert als auch enttäuscht über die Art der Auseinandersetzung zu diesem Thema zeigte sich Heinz Zindler von der Wählerinitiative Graue Panther Dithmarschen. „Zweimal hat sich die Ratsversammlung für den Neubau einer Gemeinschaftsschule und die Sanierung des Gymnasiums ausgesprochen“, betonte Zindler. Dieses Hin-und-Her könnte den Eindruck erwecken, dass hier ein Machtkampf lodere. Zudem verliere die Politik in der Schleusenstadt durch das Vorgehen an Glaubwürdigkeit.

Der Freude des Schulleiters Hans-Walter Thee über das durchweg positive Signal aller anwesenden Fraktionen, im Zuge der Ratsversammlung für eine Aufhebung des Sperrvermerks zu stimmen, wurde durch Bauamtsleiterin Astrid Gasse ein kleiner Dämpfer verpasst. Denn entgegen der Vorstellung des Schulleiters würden sich bei einem positiven Entscheid der Ratsversammlung in diesem Jahr noch „keine Bagger drehen“, sondern erst frühstens im nächsten Jahr, da zuvor noch bauplanerische Schritte und Ausschreibungen vorgenommen werden müssten. Eine Aussage, die wiederum für Verwunderung unter einigen Anwesenden sorgte, waren sie nach vorherigen Gesprächen davon ausgegangen, dass alle Planungen abgeschlossen seien.

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