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Norddeutsche Rundschau

21. August 2017 | 01:42 Uhr

Kirchen : Sammeln für den Wetterhahn

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Helga Frey hat eine Spendenaktion ins Leben gerufen. Der Kirchengemeinde fehlen noch 60 000 Euro für einen Turmschmuck.

Eine Bürgerin macht in Sachen Kirchturmgockel mobil. Mit einer Spendenaktion will Helga Frey dafür sorgen, dass der goldene Wetterhahn möglichst schnell wieder von der Kirchturmspitze über das Auenland grüßt. „Einwohner und Besucher der Stadt vermissen das beliebte Wahrzeichen“, sagt die Kellinghusenerin. Auch die Kirche heißt die Idee der Bürgerin willkommen.

„Ich bin begeistert von dem Engagement“, sagt Günter König, Vorsitzender des Kirchengemeinderats. Vor exakt einem Jahr erwischte Sturm „Christian“ den stolzen Windanzeiger und ließ ihn zur Seite sinken. Frisch saniert und neu vergoldet könnte das St. Cyriacus Wahrzeichen längst wieder auf der Turmspitze stehen. Verhindert wurde der zügige Aufbau jedoch durch einer maroden Unterkonstruktion (wir berichteten). Die notwendige Sanierung ist mit rund 168 000 Euro beziffert. Auch wenn Fördermittel fließen, steht fest: Einen Eigenanteil in Höhe von rund 60 000 Euro muss die Kirchengemeinde schultern. Zwar sei in der Kirche ein Spendentopf für den Hahn aufgestellt worden, aber viel ist noch nicht zusammengekommen. „Auf diese Weise wird jedoch noch viel Zeit vergehen, bis der Hahn wieder an seinem Platz ist“, sagt Frey.

Die Kellinghusenerin hofft, die Zeit durch das Spendensammeln zu verkürzen. Sie wandte sich mit ihrer Idee an die Kirchenverantwortlichen und stieß auf offene Ohren. Die Kellinghusener – egal wie sie zur Institution Kirche stehen - will Frey mit einem Appell an das Gemeinschaftsgefühl für die Gockel-Aktion gewinnen: „Wir alle sollten uns mit unserem Wahrzeichen solidarisch erklären“, sagt sie. Ab sofort könne jeder nach seinen Möglichkeiten etwas für eine zügige Installation des Wahrzeichens tun. Bei Banken und Sparkassen hat sie bereits spezielle Spendenkonten eingerichtet. Im November und Dezember will Frey außerdem mit einer Haustürsammlung um finanzielle Beiträge bitten. Die Sammlung sei von der Kirche abgesegnet, nach Ablauf der Aktion werde deren Verwaltung auf Wunsch Spendenbescheinigungen ausstellen. Um Mithilfe bittet Frey überdies Vereine und Verbände. Bei Adventsveranstaltungen und Weihnachtsfeiern könnten Spendendosen auf den Tischen stehen, so die Wetterhahn-Freundin. Außerdem seien dem individuellen Ideenreichtum im Privaten, wie etwa Sammlungen zu Feiern und Jubiläen, keine Grenzen gesetzt.

Im Weihnachtsgottesdienst soll die erreichte Spendensumme bekannt gegeben werden. Wenn auch nicht mit der Gesamtsumme, so rechne sie doch mit einem nennenswerten Betrag. „Warum soll bei uns nicht funktionieren, was in anderen Städten geklappt hat?“, fragt Frey. Und: Wenn alle Privatpersonen und Geschäftsleute, alle Vereine und Verbände mitmachten, könne die Montage des Hahnes voraussichtlich bereits im Frühling 2015 in Angriff genommen werden.

Spendenkonten, Stichwort Kirchturmhahn: Sparkasse Westholstein, Konto: IBAN DE 49 22250020 0090279332; Volksbank/Raiffeisenbank, Konto: IBAN DE 52 22290031 0033983801. Vorbereitete Überweisungsträger mit den Kontonummern liegen in beiden Geldinstituten bis Weihnachten bereit. Der Wunsch nach einer Spendenbescheinigung kann vermerkt werden. Weitere Helfer sind erwünscht, Kontakt: Helga Frey, Telefon 04822/70462


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erstellt am 01.Nov.2014 | 16:00 Uhr

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