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Verkehr : Salzlager voll – Winter kann kommen

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Stadt ist für Schnee und Eis gerüstet, weil 360 Tonnen Streumaterial in den Silos

Einer wacht – jede Nacht. Für einen Mitarbeiter des Bauhofes beginnt der Arbeitstag bereits um zwei Uhr in der Früh. Dann kontrolliert er die Straßenverhältnisse in der Stadt – denn die Frostperiode hat bereits begonnen. Und wenn es glatt sein sollte, alarmiert er seine Kollegen, die zum Streuen und Räumen ausrücken.

Der Kommunalservice der Stadt ist bereits gut gerüstet für den bevorstehenden Winterdienst. „Die Salzlager sind gefüllt“, sagt Bauhofsleiter Norbert Harfst, der seinen 30. Winter im Dienst der Stadt erlebt – und mit einem Satz überrascht: „Am liebsten hätte ich ja so einen richtig kalten Winter mit viel Schnee“, sagt der 59-Jährige als er seine Streufahrzeuge im Bauhof präsentiert. „Dann weiß man wenigstens, was man zu tun hat.“ Doch so lange keine Niederschläge drohen, bleibt er entspannt.

Der Kommunalservice wird alle Straßen in der Stadt von Schnee und Eis befreien – und zwar geografisch gesehen von innen nach außen, wie Harfst sagt. „Die erste Glätte zeigt sich auf Brücken, danach kommen die Hauptverkehrsstraßen und die Buslinien dran, dann Sammel- und Anliegerstraßen und am Ende folgen noch sechs Kilometer Radwege.“ Sein Appell richtet sich an die Bürger, die vor allem auf das Räumen ihrer eigenen Wege achten sollen. „Dazu ist jeder verpflichtet – auch mehrmals am Tag den Bürgersteig eisfrei zu halten.“ Anwohner sollten keinen Schnee auf die Straßen werfen. Und Harfst bittet um Verständnis: „Wir können nicht immer garantieren, dass unsere Fahrzeuge nicht manchmal Schnee wieder auf die Gehwege schieben.“

Doch auch ohne knackigen Winter haben die Mitarbeiter jetzt noch genug zu erledigen. „In diesem Jahr findet alles rund 14 Tage später statt“, sagt Harfst. „Noch sammeln wir Laub, auch Bäume haben wir noch genug zu sägen.“ So waren in der vergangenen Woche erst einige Fahrzeuge für den Winterdienst umgerüstet. Zum Wochenende hat Harfst das allerdings geändert – jetzt sind die drei Lastwagen, vier Transporter, drei Trecker und vier Schmalspurfahrzeuge mit Räumschildern und Streusalz bestückt. „Wenn es los geht, sind wir da“, sagt Harfst als er mit seinem kleinen Dienstwagen zum Streusalzlager der Straßenmeisterei in Edendorf fährt, wo in zwei Silos jeweils 360 Tonnen Salz für die Stadt und den Kreis lagern. „Wenn wir viel verbrauchen, bekommen wir innerhalb von 24 Stunden Nachschub geliefert.“ Das Salz wird angefeuchtet auf die Straßen gestreut, damit es länger dort bleibt und nicht wie trockenes Streugut durch die Autos wieder an den Rand gewirbelt wird. In einem normalen Winter würden rund 500 Tonnen für den Einsatz in der Stadt verbraucht sagt Harfst. Der Kreis, dem die Hälfte des Vorrats in Edendorf zusteht, hält acht Fahrzeuge und 16 Leute bereit, so dass der Winterdienst zur Not rund um die Uhr im Einsatz sein kann.

Diese Schichten sind auch in der Stadt möglich, allein die erste Schicht kann mit 25 Mitarbeitern besetzt werden, so Harfst. Ab 8 Uhr können dann 25 weitere Mitarbeiter zum Einsatz kommen. Und die Winterdienst-Rufbereitschaft des Kommunalservices wird noch bis zum 31. März dauern. Und bis dahin wacht immer schon kurz nach Mitternacht jemand über Itzehoe – jede Nacht.

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erstellt am 30.Nov.2014 | 08:11 Uhr

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