entwicklungskonzept : Runder Tisch für den Sport

Für die Zuschauer bei den Bundesjugenspielen der Gemeinschaftsschule Lübscher Kamp und ihrer Lägerdorfer Außenstelle gestern im Stadion reichten die Plätze – bald sollen die fehlenden Bänke eingebaut werden.
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Für die Zuschauer bei den Bundesjugenspielen der Gemeinschaftsschule Lübscher Kamp und ihrer Lägerdorfer Außenstelle gestern im Stadion reichten die Plätze – bald sollen die fehlenden Bänke eingebaut werden.

Mit Vereinsvertretern will die Stadt Itzehoe ihr Sportkonzept vorantreiben. Erster konkreter Schritt: Im Stadion werden fehlende Bänke eingebaut. Weitere Prioritäten werden gesucht.

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31. August 2013, 12:00 Uhr

Das Stadion am Sandberg – braucht die Stadt es noch? Im Laufe der Sportentwicklungsplanung wurde die Frage gestellt. Inzwischen gibt es eine eindeutige Antwort: Ein Erhalt ist zwingend. So wird das Stadion nun Schauplatz eines ersten Schrittes in der Umsetzung. Das Konzept selbst bedarf derweil noch einiger Bearbeitung.

Das Flatterband ist schon ganz blass geworden: Seit geraumer Zeit fehlen im Stadion auf einem Teil der Zuschauerränge die Bänke. Nun sollen sie nach dem Willen des Jugend- und Sportausschusses eingebaut werden, doch der Weg zu dem Beschluss war nicht leicht. „Es sieht wirklich nicht schön aus“, sagte Christina Endres aus dem Amt für Bildung. Die Bänke seien wichtig, um die Attraktivität des Stadions zu steigern, so sei es für Veranstaltungen nur schwer nutzbar: „Es kommen keine externen Veranstalter, weil es dort so aussieht.“

Teile der Politik wollten zunächst keine konkreten Schritte einleiten, bevor es ein fertiges Konzept für die Sportentwicklung gibt. Andererseits seien die Bänke ein Signal, dass etwas geschehe, und nicht nur über ein dickes Papier geredet werde, so Hans-Dieter Helms (SPD). Ausschussvorsitzender Christian Chmiel-Hill (CDU) hielt vor dem einstimmigen Beschluss fest: Es sei Instandhaltung, kein eingeschlagener Eckpfeiler.

Keine Ecken soll der Tisch haben, an dem die Sportentwicklungsplanung weiter behandelt werden soll. Die Gutachter hatten 14 weiterführende Schritte mit unterschiedlicher Priorität herausgearbeitet. Es gehe nicht mehr um Ideensammlung, sondern um die Umsetzung, meinte Carsten Roeder vom Kinder- und Jugendbüro. Der Plan gehöre in die Ratsversammlung, um als Grundlage des Handelns beschlossen zu werden. Doch Chmiel-Hill wollte den Vereinen erst die Möglichkeit geben, sich zu dem Werk zu äußern. Christina Endres verwies auf eine „gewisse Frustration und Resignation“ bei den Vereinen – man müsse konkret werden, zum Beispiel mit Gesprächen über die Zukunft der Sportförderung.

Die Sorge vor einer nur geringen Resonanz der Vereine wurde allgemein geteilt. So soll nun ein Runder Tisch mit repräsentativen Vertretern aus der Vereinswelt, Verwaltung und Politik sich das Sportkonzept vornehmen und daraus Prioritäten entwickeln.

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