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Runder Geburtstag: SPD feiert mit Talk, Musik und Brecht

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erstellt am 28.Mai.2013 | 03:59 Uhr

itzehoe | 150 Jahre - ein stolzes Alter. Den besonderen Geburtstag feierte der SPD-Ortsverein im theater itzehoe. Vorsitzender Sönke Doll ist, wie er zur Begrüßung sagte, "das halbe Leben" in der SPD, und davon habe er keinen Tag bereut. Er lobte die Geradlinigkeit seiner Partei, die stetige Verfolgung der eigenen Ziele Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit und rief die Taten großer SPD-Politiker wie Willy Brandt und Gerhard Schröder in Erinnerung.

Auf die Geschichte der Partei blickte der Kieler SPD-Landtagsabgeordnete Jürgen Weber als Festredner zurück, angefangen bei der Gründung des Allgemeinen Deutschen Arbeitervereins durch Ferdinand Lassalle und dem Start des Itzehoer Ortsvereins nur wenige Monate später. Weber erinnerte auch an die Zeit des NS-Regimes und bezeichnete den Kampf gegen Rechts als "Tages geschäft und Daueraufgabe". Auch er nannte Willy Brandt als Vorbild und betonte zudem, dass es in der politischen Arbeit der SPD nicht nur um Kontroversen und bedeutende Persönlichkeiten gehe, sondern auch um regionale Präsenz und Aktivität. Junge Mitglieder sollten ein eigenes Verständnis entwickeln, nicht angestaubte Traditionen übernehmen.

Zwei, die ihre eigenen politischen Ziele verfolgen und verfolgten, begrüßte Moderator Dr. Ralf Grote zur kleinen Talkrunde: Irmgard Barth und Hannes Panzer, ältestes und jüngstes Mitglied im Ortsverein. Irmgard Barth (85) ging schon als Kassiererin von Haustür zu Haustür und sammelte die Beiträge ein. Von ihrem Mann hatte sie sich für die SPD begeistern lassen und ist bis heute aktiv in der Partei dabei. Hannes Panzer hat viele spannende Begegnungen noch vor sich. Der 17-jährige ist Vorsitzender des Jugend parlaments und der Itzehoer Jusos. Er berichtete von zahlreichen Klischees in den Köpfen anderer Jugendlicher gegenüber Politikern. Dennoch: Die Politikverdrossenheit sei bei den Jugendlichen weniger stark ausgeprägt als bei so manchem Erwachsenen.

Einen großen Raum nahmen Musik und Kultur ein. Den Anfang machten Niko Dammann, Pauline Gude und Anastasia Kummerfeld, die mit klassischen Stücken, Flügel, Cello und Violine kürzlich den Bundeswettbewerb "Jugend musiziert" gewonnen hatten und am Kulturhof musizieren. Über die Musikschule fand sich auch die zweite Formation zusammen: Die vierköpfige Band um den ebenfalls bei "Jugend musiziert" erfolgreichen Gitarristen Lukas Kemmler und seinen Vater Martin bot Jazz und Blues von Format.

Einen wesentlichen Teil des Abends füllte Bertolt Brecht, interpretiert von der Berliner Künstlerin Gina Pietsch. Mit ihrem Programm "My best of Brecht", einer Mischung aus Gesang und Vortrag, fesselte sie das Publikum. Begleitet wurde sie von Uwe Streibel am Flügel.

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