"Ruhiges Treffen" der Störschipper

Junge Störe werden morgen in den Fluss gesetzt. Foto: sh:z
Junge Störe werden morgen in den Fluss gesetzt. Foto: sh:z

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25. Mai 2012, 09:24 Uhr

itzehoe | Die Gaffelrigger kommen - das Störschipperfest erlebt morgen und Sonntag seine achte Auflage. Und doch ist in diesem Jahr alles anders: Es ist ein reines Liebhaber-Treffen, bei dem Publikum willkommen ist. Doch ein Rahmenprogramm gibt es dieses Mal nicht.

Das Stadtmanagement hatte, wie berichtet, das Fest abgesagt, weil Attraktionen und Standbetreiber fehlten und damit auch die wirtschaftliche Grundlage. Der Verein der Freunde des Ewers "Gloria" sprang ein und organisierte das Schippertreffen in Eigenregie, unterstützt vom Itzehoer Uwe Jens Lützen, der Gemeinde Wewelsfleth, den Mühlenwerken Rusch und den Itzehoer Wasser-Wanderern. Als Rahmenprogramm blieb ein Getränke- und Wurststand übrig - aber es geht ja um die Schiffe. Mit rund 20 Teilnehmern rechnet Ulrich Grobe, Vorsitzender der "Gloria"-Freunde. "Es wird wieder ein hübsches Bild werden."

Morgen gegen 14 Uhr legen die Schiffe in Wewelsfleth ab. Passagiere werden mitgenommen, allerdings sind die Touren ausgebucht. Doch Sonntag um 10 Uhr geht es vom Suder Hafen aus zurück. "Wer noch mitfahren will, hat noch massenweise Chancen am Sonntag", sagt Grobe. Morgen ab 16 Uhr und während des Einlaufens der Schiffe werden Buchungen entgegen genommen.

Gegen 16.30 Uhr werden die ersten Schiffe in Itzehoe ankommen. Für die Besucher gibt es viel zu schauen, auch noch dann, wenn die Gaffelrigger angelegt haben: "Die Schipper zeigen ihre Schiffe immer gern", so Grobe. Um 17 Uhr ist ein Rundgang mit Stadt-Offiziellen geplant, ab 18 Uhr wird in einer internen Veranstaltung auf dem Gelände der Wasser-Wanderer der "Silberne Stör" verliehen. Dann lädt der "Gloria"-Verein die Gäste zum gemütlichen Abend ein - denn es sei ja ein "ruhiges Treffen für die Freunde des Gaffelrigs". sagt Grobe.

Auch die Freunde des Störs kommen zu ihrem Recht dank eines wissenschaftlichen Experiments: Um 17.30 Uhr werden morgen, größtenteils vom Kanu-Anleger aus, 250 junge Europäisch-Atlantische Störe in den Fluss gesetzt. Dr. Jörn Gessner vom Berliner Leibniz-Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei, gleichzeitig Vorsitzender der Gesellschaft zur Rettung des Störs, leitet die Aktion. Der Verein informiert hinterher an einem Stand.

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