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Norddeutsche Rundschau

18. Dezember 2017 | 21:56 Uhr

Ruhiges Jahr mit stürmischem Ausgang

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

shz.de von
erstellt am 13.Feb.2014 | 16:31 Uhr

Jetzt hat die Herzhorner Feuerwehr neben ihren Feuerwehrleuten auch noch einen Obergrillmeister in ihren Reihen. Zur Jahresversammlung durfte Wehrführer Andreas Karsjens neben 28 der derzeit 36 Aktiven auch noch einen Teil der Ehrengarde sowie die Wehrführer und Stellvertreter der Nachbarwehren Gehlensiel, Glückstadt und der Engelbrechtschen Wildnis begrüßen. Diese bescheinigten der Herzhorner Wehr für das abgelaufene Jahr eine gute Zusammenarbeit und hoffen auch weiterhin auf gemeinsame Übungen, damit man für den Ernstfall immer gut gerüstet ist.

Thies Thießen von der Glückstädter Wehr wünschte sich einen Ausbau der Zusammenarbeit speziell für die technischen Geräte, um bei Hilfeleistungen auch auf ausgebildetes Personal in den Nachbarwehren zurückgreifen zu können. „Denn Glückstadt hat personell in der Tagesverfügbarkeit Probleme“, erklärte Thießen. Den wehrübergreifenden Einsatz von speziellen technischen Geräten mahnte auch Bürgermeister Wolfgang Glissmann an, denn die Gemeinde sei zwar immer bemüht, den Wünschen der Wehr nachzukommen, doch mit begrenzten finanziellen Mitteln „muss man nicht auf jeden Zug gleich aufspringen und alles anschaffen“, so Glissmann. Auch Ehrenbürgermeister Klaus Lange erinnerte daran, dass man heutzutage ohne Kooperationen nicht mehr auskommen würde.

Mit 18 Einsätzen blickte Karsjens auf ein eher ruhiges Jahr zurück, was zum Ende allerdings dank Christian und Xaver dann doch noch einmal stürmisch wurde. Die Einsätze verteilten sich auf Kleinbrände wie Papierkorb oder Gartentor, technische Hilfeleistungen, Ölspur beseitigen und eben Sturmeinsätze. Auch die Zusammenarbeit mit dem Deichgrafen in der Deichkontrolle bei drohender Sturmflut sei wichtig, denn es gäbe heute kaum noch aktive Feuerwehrleute, die schon bei den Sturmfluten 1962 und 1976 Erfahrungen gesammelt hätten.

Mit Patricia Küster wurde im vergangenen Jahr die dritte Frau in die Wehr aufgenommen, und Achim Donner wurde als Gerätewart wieder bestätigt. Weitere Wahlen standen in diesem Jahr nicht an, so dass der stellvertretende Wehrführer Axel Mohrdiek-Hellmann am Ende der Versammlung dann noch eine ganz spezielle „Beförderung“ vornehmen konnte. Wolfgang Axen, der nach 34 Jahren, davon 18 Jahre als Wehrführer, aus dem aktiven Feuerwehrdienst verabschiedet wurde, wurde von seinen Kameraden nicht nur zum Ehrenwehrführer sondern auch noch zum Obergrillmeister der Freiwilligen Feuerwehr Herzhorn ernannt. Axen, der seine Mannen schon seit Jahren mit selbst gemachtem Essen verwöhnt, erhielt eine personalisierte Grillzange und Kochschürze überreicht und versprach: „So schnell werdet ihr mich nicht los. Solange es die Gesundheit erlaubt, werde ich weiter für euch brutzeln.“

Befördert wurden Konstantin Mischke und Steffen Kohnagel zum Oberfeuerwehrmann, Matthias Kühl zum Hauptfeuerwehrmann, Achim Donner zum Hauptfeuerwehrmann drei Sterne und Wolfgang Wenzel zum Löschmeister. Für zehnjährige Zugehörigkeit wurde Alfred Lorentzen-Schmidt, für 20 Jahre Thies Behrend sowie für 50 Jahre Ernst Timm ausgezeichnet. Für 25 Jahre aktiven Dienst erhielten Norbert Mohr und Axel Mohrdiek-Hellmann das Brandschutzehrenzeichen in Silber und für 40 Jahre aktiven Feuerwehrdienst überreichte Wolfgang Glissmann dann noch Ulrich Thormählen und Werner Jansen das Brandschutzehrenzeichen in Gold.

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