Ruhestand nach 85 000 Dienststunden

Marco Mein verabschiedet Joachim Reinhard Dük (re.) .
Marco Mein verabschiedet Joachim Reinhard Dük (re.) .

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25. Juli 2014, 14:24 Uhr

Joachim Reinhard Dük ist ein Schutzmann, wie ihn die Bürger von früher noch kennt. Nach fast 43 Jahren aktiven Dienst ist der Polizei-Oberkommissar jetzt von Krempes Polizeistationsleiter Marco Mein in den Ruhestand verabschiedet worden. „Achim kann man nicht ersetzen“, resümierte Marco Mein in seiner Laudatio. Dies gilt auch für den Posten als Kontaktbeamter. Diesen hatte Dük für Borsfleth inne, wo er mit seiner Familie lebt. Ansprechpartner war er auch für Bahrenfleth sowie Krempdorf für die alltäglichen polizeilichen Belange oder Ermittlungsdienste.

In seiner Freizeit engagiert sich der 60-Jährige in der Gemeindevertretung und in der Freiwilligen Feuerwehr. 1971 fing Dük als 17-Jähriger bei der Polizei an. Nach Ausbildung und Praktikum kam der Beamte im mittleren Polizeivollzugsdienst zum Polizeirevier Elmshorn. 1981 verschlug es den Familienvater nach Glückstadt. „Großartige Trümmer hast Du auch dort nicht hinterlassen, wolltest aber nicht an der Elbe sesshaft werden“, erinnerte sich Mein schmunzelt.

Stattdessen wechselte er 1987 zur Polizeistation Krempe in die Süderstraße – schräg gegenüber seines Elternhauses. In Krempe habe Dük drei Dienstellenleiter „verschlissen“ und sei mit dem Kollegen Jens Kröger die längste außereheliche Streifen-Beziehung eingegangen. „Der einzige, der dich dienstlich überlebt, bin ich“, erinnerte sich Mein.

Zudem machte der Kremper Polizeistationsleiter eine interessante Rechnung auf: „In den knapp 43 Jahren deiner Dienstzeit hast du in insgesamt 9231 Schichten stolze 85 080 Stunden für Recht und Ordnung gesorgt.“

Auch wenn Joachim Dük als Pensionär jetzt viel Freizeit hat: Langeweile wird es bei ihm und seiner Frau Heide nicht geben. Beide reisen gern, am liebsten in die Türkei, radeln den Nord-Ostsee-Kanal entlang oder sind für die drei Kinder und sechs Enkelkinder da. Außerdem betreut Joachim Dük innerhalb der Familie drei Gärten.

„Zurückblickend auf 43 Jahre polizeiliche Tätigkeit kann ich nur sagen: Es hat mir immer viel Spaß gemacht“, so Dük. Hierzu würde auch ein nicht alltäglicher und zunächst dramatisch erscheinender Einsatz während seiner Elmshorner Dienstzeit gehören. „Eine besorgte Mutter rief uns, nachdem deren Sohn sturzbetrunken nach Hause gekommen war und es dann einen lauten Knall gegeben hatte“, erzählt der Polizeioberkommissar. Die Beamten fanden den Jungen mehr oder weniger leblos im Bett vor. Er hatte Unterleibsschmerzen und beichtete der Polizei, dass er beim Pinkeln ausgerechnet eine Steckdose getroffen habe.

Neuer Kontaktbeamter für Borsfleth, Krempdorf und Bahrenfleth wird der Kremper Polizeibeamte Christian von Düllen.

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