zur Navigation springen
Norddeutsche Rundschau

20. August 2017 | 17:59 Uhr

Rüdiger Schumacher

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Es begann mit einer kleinen ehrenamtlichen Beschäftigung – jetzt ist es fast ein Fulltime-Job. Bis zu 35 Stunden in der Woche verbringt Rüdiger Schumacher im Familienzentrum St. Ansgar am Coriansberg und kümmert sich um rund 190 Flüchtlinge – immer noch ehrenamtlich. Vor rund zwei Jahren hat Schumacher das Projekt Sprachpaten bei der Caritas ins Leben gerufen – mittlerweile hat er über 90 aktive Mitstreiter, die den Flüchtlingen ganz unkompliziert Deutsch beibringen. Die Nachfrage sei noch einmal gestiegen, nachdem das Camp Prinovis als Notunterkunft eingerichtet worden ist. „Unsere Paten sind alle Ehrenamtler, und die meisten von uns sind Amateure. Wir unterrichten alle – vom Akademiker bis zum Analphabeten“, so Schumacher, der von sich sagt: „Ich bin kein Pauker.“

Der 61-Jährige sieht sein Projekt als Ergänzung zu regulären Sprachkursen, wie sie etwa bei der Volkshochschule oder der Arbeiterwohlfahrt stattfinden. Bei ihm gibt es kein Zertifikat, wichtig sei, dass die Menschen sich auf Deutsch verständigen können. „Und wir bleiben bei unserer Eins-zu-eins-Betreuung, der Erfolg gibt uns recht – denke ich“, sagt der Itzehoer, der weiter Sprachpaten sucht. Noch sei das Projekt zu stemmen, auch wenn Schumacher die Zahl der Flüchtlinge, die er selbst unterrichtet auf acht halbieren musste. „Der Organisationskram wird immer mehr“, sagt der pensionierte Informatiker, der am liebsten eines will: Noch mehr Flüchtlingen Deutsch beibringen.

zur Startseite

von
erstellt am 26.Okt.2015 | 11:17 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen