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Norddeutsche Rundschau

21. August 2017 | 01:13 Uhr

Rückflug für albanische Familie

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Sie wollten ihren Kindern eine Perspektive bieten: Von den 17 Flüchtlingen, die derzeit in St. Margarethen untergebracht sind, mussten vier Asylbewerber aus Albanien jetzt aber wieder in ihre Heimat zurück. Ihre Asylanträge waren abgelehnt worden. „Enttäuscht, aber ohne Groll“ habe die junge Familie die Rückreise angetreten, sagt Pastor Eckart Grulke, der das Quartett bis zum Flughafen nach Hamburg begleitet hatte und Marek, Ainita, Christina und Elssi (Foto) noch ein Abschiedsfrühstück spendierte.

Enttäuscht sei die Familie gewesen, weil ihnen nach der Erstaufnahme in Neumünster eine Zwei-Zimmer-Wohnung in St. Margarethen zugewiesen worden war und sie auch schon freundschaftliche Kontakte geknüpft habe. „Damit waren Hoffnungen geweckt worden.“ Die Familie, so Grulke, habe sich auf gut Glück nach Deutschland aufgemacht – wohl in der Hoffnung, im großen Flüchtlingsstrom trotz ihrer Herkunft aus einem als sicher eingestuften Land eine Chance zu haben. „Man muss der Familie zugute halten, dass sie von Beginn an mit offenen Karten gespielt hat.“

Für die Heimreise gab der Seelsorger seinen Schützlingen den Rat, auf umfassende Bildung und auf den Erwerb von Sprachkenntnissen zu setzen. Mit der Zeit, so hofft Grulke, werde Europa weiter zusammenwachsen und ein wechselseitiger Austausch vielleicht leichter möglich. Ursprünglich sollte die Familie erst Ende November in einem Gemeinschaftsflug zurückkehren. Weil sie keine Aussicht auf ein Bleiberecht mehr hatte, organisierte die Ausländerbehörde auf ihren eigenen Wunsch hin innerhalb weniger Tage einen kurzfristigen Flugtermin.

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erstellt am 15.Okt.2015 | 10:58 Uhr

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