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Stadt Investiert : Rückenwind für Schule Lübscher Kamp

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Trotz ungewisser Zukunft spricht sich die Itzehoer Politik für die Sanierung des Physikraums an der Gemeinschaftsschule Lübscher Kamp aus. Auch die Computer werden erneuert.

Es sind unruhige Zeiten für die Gemeinschaftsschule Lübscher Kamp – Schüler, Eltern und Kollegium blicken in eine ungewisse Zukunft. Doch die kommissarische Schulleiterin Ingrid Ludwig und ihre Stellvertreterin Nicole Mayer-Mieck sind voller Optimismus und Motivation. „Wir wollen den Kopf nicht hängen lassen, auch wenn die Situation schwierig ist. Wir wollen an unsere alten Erfolge anknüpfen“, betonte Ingrid Ludwig im Schul- und Kulturausschuss, der in der Gemeinschaftsschule tagte. „Wir sind alte Hasen hier, wir haben am Konzept mitgewirkt.“ Mit dem eigenverantwortlichen Lernen nach dem Beatenberger Modell habe die Schule Erfolge erzielt, wurde ausgezeichnet. 242 Schüler habe die Schule derzeit – genau die richtige überschaubare Größe, um sich um jeden individuell zu kümmern.

Doch eben jene Zahl ist es auch, die für die ungewisse Zukunft sorgt. Denn die „magische Grenze“ für den eigenständigen Fortbestand liegt bei 300 Schülern. Und eine Nachfrage im Ministerium ergab, dass es derzeit auch nicht beabsichtigt sei, das zu ändern, betonte Andreas Arndt, Leiter des Amtes für Bildung, im Ausschuss – und widersprach damit genau wie die Schulaufsicht Aussagen der Vorsitzenden Eva Gruitrooy (Grüne), die erfahren hatte, dass ein neuer Erlass die Zahl auf 240 Schüler senken will. Doch wie viele Schüler auch nötig sein werden – Ludwig, Mayer-Mieck und ihre Kollegen wollen sich auf jeden Fall für den Fortbestand der Schule einsetzen. „Wir kämpfen für unsere Eigenständigkeit“, betonte Mayer-Mieck.

Dafür gibt es jetzt auch aus der Politik Rückenwind. So wurden 16 000 Euro für die Erneuerung der Computer-Ausstattung bewilligt. Auf SPD-Antrag sollen die Mittel noch über den Nachtragsetat 2013 bereit gestellt werden. Ingrid Ludwig bekräftigte, dass die Erneuerung dringend nötig ist. Im Computerraum funktionierten nur noch wenige Geräte, „in den Klassenräumen haben wir gar keine funktionierenden mehr“. Eine Vernetzung sei nicht möglich, die PCs seien nicht internetfähig.

Auch bei der weiteren Ausstattung der Schule setzte die Politik Signale. Die Erneuerung des Physik- und Chemieraums wurde in der Prioritätenliste für 2014 auf Platz 3 gesetzt. Dass die Sanierung nötig ist, zeigte ein Rundgang. „Es gibt keinen Abzug, die Kinder sitzen hier mit Kopfschmerzen“, schilderte Ingrid Ludwig eines der Probleme. Zudem seien die Schränke nicht abschließbar.

Einzig Carl Heinrich Peters (IBF) mochte die Notwendigkeit nicht so recht nachvollziehen und beantragte, die Maßnahme in der Prioriätenliste nach hinten zu schieben. „Der Raum ist so schlecht nicht“, meinte Peters. „Es ist müßig anzunehmen, dass deswegen mehr Schüler kommen.“

Doch die Mehrheit sah es anders. „Die verbliebenen Schüler müssen ordentlich unterrichtet werden“, betonte Ingrid Reichhelm (CDU). „Wir haben einmütig bekundet, dass wir die Schule unterstützen wollen, dann sollten wir auch diesen Schritt tun“, bekräftigte ihr Fraktionskollege Heinrich Kracht. „Ob 50 oder 15 Schüler in dem Raum sitzen – der Unterricht muss gleich gut sein.“

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erstellt am 04.Okt.2013 | 05:00 Uhr

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